Festool TS 55 R: 4 Bestimmungsgemäße Verwendung

4 Bestimmungsgemäße Verwendung: Festool TS 55 R

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TS 55

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4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Die Tauchsägen sind bestimmungsgemäß zum Sä-

gen von Holz, holzähnlichen Werkstoffen, gips- und

zementgebundenen Faserstoffen sowie Kunststoffen

vorgesehen. Mit den von Festool angebotenen Spezi-

alsägeblättern für Aluminium können die Maschinen

auch zum Sägen von Aluminium verwendet werden.

Es dürfen nur Sägeblätter mit folgenden Daten ver-

wendet werden: Sägeblattdurchmesser 160 mm;

Schnittbreite 2,2 mm; Aufnahmebohrung 20 mm;

Stammblattdicke max. 1,8 mm; geeignet für Dreh-

zahlen bis 9500 min

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. Keine Schleifscheiben einset-

zen.

Diese Maschine ist ausschließlich zur Verwendung

von unterwiesenen Personen oder Fachkräften be-

stimmt und zugelassen.

Festool Elektrowerkzeuge dürfen nur in Ar-

beitstische eingebaut werden, die von Festool

hierfür vorgesehen sind. 

Durch den Einbau in ei-

nen anderen oder selbstgefertigten Arbeitstisch

kann das Elektrowerkzeug unsicher werden und

zu schweren Unfällen führen. 

Bei nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch

haftet der Benutzer.

5 Sicherheitshinweise

5.1

Allgemeine Sicherheitshinweise

Warnung! Lesen Sie sämtliche Sicherheits-

hinweise und Anweisungen. 

Fehler bei der

Einhaltung der Warnhinweise und Anweisungen kön-

nen elektrischen Schlag, Brand und/oder schwere

Verletzungen verursachen.

Bewahren Sie alle Sicherheitshinweise und Anwei-

sungen für die Zukunft auf.

Der in den Sicherheitshinweisen verwendete Begriff

„Elektrowerkzeug“ bezieht sich auf netzbetriebene

Elektrowerkzeuge (mit Netzkabel) und auf akkube-

triebene Elektrowerkzeuge (ohne Netzkabel).

5.2

Maschinenspezifische Sicherheitshinwei-

se

Sägeverfahren

a.

GEFAHR! Kommen Sie mit Ihren Händen

nicht in den Sägebereich und an das Sägeblatt.

Halten Sie mit Ihrer zweiten Hand den Zusatzgriff

oder das Motorgehäuse. 

Wenn beide Hände die

Kreissäge halten, kann das Sägeblatt diese nicht

verletzen.

b.

Greifen Sie nicht unter das Werkstück. 

Die

Schutzhaube kann Sie unterhalb des Werkstückes

nicht vor dem Sägeblatt schützen.

c.

Passen Sie die Schnitttiefe an die Dicke des

Werkstücks an. 

Es sollte weniger als eine volle

Zahnhöhe unter dem Werkstück sichtbar sein.

d.

Halten Sie das zu sägende Werkstück niemals in

der Hand oder über dem Bein fest. Sichern Sie

das Werkstück an einer stabilen Aufnahme. 

Es ist

wichtig, das Werkstück gut zu befestigen, um die

Gefahr von Körperkontakt, Klemmen des Säge-

blattes oder Verlust der Kontrolle zu minimieren.

e.

Fassen Sie das Elektrowerkzeug an den isolier-

ten Griffflächen an, wenn Sie Arbeiten ausführen,

bei denen das Einsatzwerkzeug verborgene

Stromleitungen oder das eigene Netzkabel tref-

fen kann. 

Kontakt mit einer spannungsführenden

Leitung setzt auch die Metallteile des Elektro-

werkzeugs unter Spannung und führt zu einem

elektrischen Schlag.

f.

Verwenden Sie beim Längsschneiden immer ei-

nen Anschlag oder eine gerade Kantenführung.

Dies verbessert die Schnittgenauigkeit und verrin-

gert die Möglichkeit, dass das Sägeblatt klemmt.

g.

Verwenden Sie immer Sägeblätter in der richti-

gen Größe und mit passender Aufnahmebohrung

(z.B. sternförmig oder rund). 

Sägeblätter, die

nicht zu den Montageteilen der Säge passen, lau-

fen unrund und führen zum Verlust der Kontrolle.

h.

Verwenden Sie niemals beschädigte oder falsche

Sägeblatt-Spannflansche oder -Schrauben. 

Die

Sägeblatt-Spannflansche und -Schrauben wurden

speziell für Ihre Säge konstruiert, für optimale

Leistung und Betriebssicherheit.

i.

Tragen Sie geeignete persönli-

che Schutzausrüstungen:

 Gehör-

schutz, Schutzbrille, Staubmaske

bei stauberzeugenden Arbeiten,

Schutzhandschuhe beim Bearbei-

ten rauher Materialien und beim

Werkzeugwechsel.

Rückschlag - Ursache und entsprechende Sicher-

heitshinweise

– Ein Rückschlag ist die plötzliche Reaktion eines

hakenden, klemmenden oder falsch ausgerichte-

ten Sägeblattes, die dazu führt, dass eine unkont-

rollierte Säge abhebt und sich aus dem Werkstück

heraus in Richtung der Bedienperson bewegt;

– wenn sich das Sägeblatt in dem sich schließenden

Sägespalt verhakt oder verklemmt, blockiert es,

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und die Motorkraft schlägt das Gerät in Richtung

der Bedienperson zurück;

– wird das Sägeblatt im Sägeschnitt verdreht oder

falsch ausgerichtet, können sich die Zähne des

hinteren Sägeblattbereiches in der Oberfläche des

Werkstücks verhaken, wodurch das Sägeblatt aus

dem Sägespalt heraus und die Säge in Richtung

der Bedienperson zurückspringt.

Ein Rückschlag ist die Folge eines falschen oder feh-

lerhaften Gebrauchs der Säge. Er kann durch geeig-

nete Vorsichtsmaßnahmen, wie nachfolgend be-

schrieben, verhindert werden.

a.

Halten Sie die Säge mit beiden Händen fest und

bringen Sie Ihre Arme in eine Stellung, in der Sie

die Rückschlagkräfte abfangen können. Halten

Sie sich immer seitlich des Sägeblattes, nie das

Sägeblatt in eine Linie mit Ihrem Körper bringen.

Bei einem Rückschlag kann die Kreissäge rück-

wärts springen, jedoch kann die Bedienperson die

Rückschlagkräfte beherrschen, wenn geeignete

Maßnahmen getroffen wurden.

b.

Falls das Sägeblatt verklemmt oder Sie die Ar-

beit unterbrechen, lassen Sie den Ein-/Ausschal-

ter los und halten Sie die Säge im Werkstoff

ruhig, bis das Sägeblatt vollständig zum Still-

stand gekommen ist. Versuchen Sie nie, die Säge

aus dem Werkstück zu entfernen oder sie rück-

wärts zu ziehen, solange das Sägeblatt sich be-

wegt, sonst kann ein Rückschlag erfolgen.

Ermitteln und beheben Sie die Ursache für das

Verklemmen des Sägeblattes.

c.

Wenn Sie eine Säge, die im Werkstück steckt,

wieder starten wollen, zentrieren Sie das Säge-

blatt im Sägespalt und überprüfen Sie, ob die Sä-

gezähne nicht im Werkstück verhakt sind.

Klemmt das Sägeblatt, kann es sich aus dem

Werkstück heraus bewegen oder einen Rück-

schlag verursachen, wenn die Säge erneut gestar-

tet wird.

d.

Stützen Sie große Platten ab, um das Risiko eines

Rückschlags durch ein klemmendes Sägeblatt zu

vermindern. 

Große Platten können sich unter ih-

rem Eigengewicht durchbiegen. Platten müssen

auf beiden Seiten, sowohl in Nähe des Sägespalts

als auch an der Kante, abgestützt werden.

e.

Verwenden Sie keine stumpfen oder beschädig-

ten Sägeblätter.

 Sägeblätter mit stumpfen oder

falsch ausgerichteten Zähnen verursachen durch

einen zu engen Sägespalt eine erhöhte Reibung,

Klemmen des Sägeblattes und Rückschlag.

f.

Ziehen Sie vor dem Sägen die Schnitttiefen- und

Schnittwinkeleinstellungen fest.

 Wenn sich wäh-

rend des Sägens die Einstellungen verändern,

kann sich das Sägeblatt verklemmen und ein

Rückschlag auftreten.

g.

Seien Sie besonders vorsichtig bei „Tauchschnit-

ten“ in bestehende Wände oder andere nicht ein-

sehbare Bereiche. 

Das eintauchende Sägeblatt

kann beim Sägen in verborgene Objekte blockie-

ren und einen Rückschlag verursachen.

Funktion der Schutzhaube

a.

Überprüfen Sie vor jeder Benutzung, ob die

Schutzhaube einwandfrei schließt. Verwenden

Sie die Säge nicht, wenn die Schutzhaube nicht

frei beweglich ist und sich nicht sofort schließt.

Klemmen oder binden Sie die Schutzhaube nie-

mals fest; dadurch wäre das Sägeblatt unge-

schützt. 

Sollte die Säge unbeabsichtigt zu Boden

fallen, kann die Schutzhaube verbogen werden.

Stellen Sie sicher, dass die Schutzhaube sich frei

bewegt und bei allen Schnittwinkeln und -tiefen

weder Sägeblatt noch andere Teile berührt.

b.

Überprüfen Sie Zustand und Funktion der Feder

für die Schutzhaube. Lassen Sie das Gerät vor

dem Gebrauch warten, wenn Schutzhaube und

Feder nicht einwandfrei arbeiten. 

Beschädigte

Teile, klebrige Ablagerungen oder Anhäufungen

von Spänen lassen die Schutzhaube verzögert ar-

beiten.

c.

Sichern Sie beim „Tauchschnitt“, der nicht recht-

winklig ausgeführt wird, die Grundplatte der

Säge gegen Verschieben. 

Ein seitliches Verschie-

ben kann zum Klemmen des Sägeblattes und da-

mit zum Rückschlag führen.

d.

Legen Sie die Säge nicht auf der Werkbank oder

dem Boden ab, ohne dass die Schutzhaube das

Sägeblatt abdeckt. 

Ein ungeschütztes, nachlau-

fendes Sägeblatt bewegt die Säge entgegen der

Schnittrichtung und sägt, was ihm im Weg ist. Be-

achten Sie dabei die Nachlaufzeit der Säge.

Funktion des Führungskeils [5-4]

a.

Verwenden Sie das für den Führungskeil passen-

de Sägeblatt. 

Damit der Führungskeil wirkt, muss

das Stammblatt des Sägeblattes dünner als der

Führungskeil sein und die Zahnbreite mehr als die

Führungskeildicke betragen.

b.

Betreiben Sie die Säge nicht mit verbogenem

Führungskeil. 

Bereits eine geringe Störung kann

das Schließen der Schutzhaube verlangsamen.

5.3

Emissionswerte

Die nach EN 60745 ermittelten Werte betragen typi-

scherweise:

Schalldruckpegel

L

PA

 = 88,5 dB(A)

Schallleistungspegel

L

WA

 = 99,5 dB(A)

Unsicherheit

K = 3 dB

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