Levenhuk Skyline 70x900 EQ Telescope: DE
DE: Levenhuk Skyline 70x900 EQ Telescope

Levenhuk Skyline EQ-Teleskope
DE
Herzlichen Glückwunsch zum Kauf eines hochwertigen Teleskops von Levenhuk!
Diese Anleitung unterstützt Sie bei der Inbetriebnahme, Bedienung und Pege Ihres Teleskops. Bitte lesen
Sie die Anleitung vor der ersten Verwendung sorgfältig durch.
VORSICHT! Schauen Sie mit dem Teleskop oder Sucherrohr nie – auch nicht kurzzeitig – ohne einen professionell
hergestellten Sonnenlter, der die Vorderseite des Instruments vollständig abdeckt, direkt in die Sonne. Erblindungs-
gefahr! Achten Sie darauf, dass das vordere Ende des Sucherrohrs mit Aluminiumfolie oder einem anderen nichttrans-
parenten Material abgedeckt ist, um Beschädigungen an den internen Komponenten des Teleskops zu vermeiden.
Kinder dürfen das Teleskop nur unter Aufsicht Erwachsener verwenden.
Alle Teile des Teleskops werden in einer Schachtel ausgeliefert. Packen Sie sie vorsichtig aus! Bewahren Sie
die Original-Versandverpackung auf. Sollte später ein Transport des Teleskops an einen anderen Standort
notwendig werden, trägt die Versandverpackung dazu bei, dass das Teleskop wohlbehalten ankommt. Über-
prüfen Sie den Lieferumfang auf Vollständigkeit. Sehen Sie sorgfältig in der Schachtel nach, da einige Teile
klein sind. Alles erforderliche Werkzeug ist im Lieferumfang enthalten. Ziehen Sie alle Schrauben fest an,
um Durchbiegen und Taumelbewegungen zu vermeiden. Achten Sie jedoch auch darauf, das Gewinde nicht
durch zu festes Anziehen zu überdrehen.
Berühren Sie bei der Montage (und auch sonst) die Flächen der optischen Elemente nicht mit den Fingern.
Die empndliche Vergütung der optischen Flächen kann bei Berührung leicht Schaden nehmen. Entfernen
Sie niemals die Linsen oder Spiegel aus ihrem Gehäuse – dies führt zu Garantieverlust.
Montage des Teleskops
• Lösen Sie langsam die Arretierungen an den Stativbeinen und ziehen Sie vorsichtig die unteren Bein-
abschnitte heraus. Ziehen Sie die Arretierungen wieder an, um die unteren Beinabschnitte zu xieren.
Spreizen Sie die Beine des Stativs und stellen Sie das Stativ auf.
• Justieren Sie die Höhe der einzelnen Stativbeine, um den Stativkopf korrekt zu nivellieren. Es kann
sein, dass bei nivellierter Äquatorialmontierung nicht alle Stativbeine gleich lang sind.
• Platzieren Sie die Zubehörablage auf den Konsolen zwischen den Stativbeinen und schrauben Sie sie
von unten mit Flügelschrauben fest. Setzen Sie die Äquatorialmontierung auf den Stativkopf.
• Drehen Sie die Azimut-Arretierung nach oben und schrauben Sie die Montierung mit dem Sterngriff
unter dem Stativkopf fest auf das Stativ.
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• Richten Sie die Montierung vertikal aus.
• Lösen Sie die Deklinations-Arretierung. Schwenken Sie die Montierung um 180°.
• Lösen Sie die Rektaszensions-Arretierung auf der anderen Seite. Schwenken Sie die Montierung um
180°.
• Lösen Sie die Höhenwinkel-Arretierung. Stellen Sie die Polhöhe entsprechend der geograschen Breite
Ihres Standorts ein. Schwenken Sie die Montierung um 180°.
• Ziehen Sie die Arretierungen von Deklination und Rektaszension wieder fest.
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• Schieben Sie die Gegengewichte in die Mitte der Gegengewichtsstange.
• Halten Sie die Gegengewichte mit einer Hand fest und schrauben Sie die Gegengewichtsstange in das
Gewindeloch an der Montierung. Ziehen Sie die Sicherungsmutter an der Gegengewichtsstange fest.
• Bringen Sie den Feinabstimmungsregler am Schneckengetriebe an. Ziehen Sie die Sicherungsschrauben
fest, um den Regler zu xieren.
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• Lösen Sie die Rändelschrauben an den Rohrschellen, öffnen Sie die Scharniere und nehmen Sie die
Rohrschellen vom Teleskop ab.
• Verwenden Sie einen Schraubenschlüssel, um die Rohrschellen mit den mitgelieferten Schrauben an der
Montierung zu befestigen.
• Nehmen Sie den Teleskoptubus aus der Verpackung.
• Platzieren Sie den Teleskoptubus in den Ringen und wuchten Sie ihn aus.
• Schließen Sie die Scharniere um das Teleskop und ziehen Sie die Rändelschrauben wieder an. Nicht zu
fest anziehen.
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• Lokalisieren Sie die optische Sucherbaugruppe.
• Drehen Sie die zwei Schrauben hinten am Teleskoptubus (bei Reektoren vorne am Teleskoptubus)
heraus.
• Setzen Sie die Sucherrohr-Halterung auf die Löcher am Tubus.
• Verschrauben Sie die Sucherrohr-Halterung mit dem Tubus.
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• Lösen Sie die Rändelschrauben am Ende des Okularauszugs und nehmen Sie die schwarze Plastik-
kappe ab.
• Setzen Sie das gewünschte Okular ein und xieren Sie es durch Wiederanziehen der Rändelschrau-
ben. Für Refraktoren: Setzen Sie zunächst den Diagonalspiegel in den Okularauszug ein und ziehen
Sie die Rändelschrauben wieder an, um den Diagonalspiegel zu xieren. Setzen Sie anschließend das
gewünschte Okular in den Diagonalspiegel ein und xieren Sie es durch Wiederanziehen der Rän-
delschrauben.
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Ausrichten des Suchers
Optische Sucherrohre sind sehr nützliches Zubehör. Korrekt am Teleskop ausgerichtet, können Sie das
Aufnden und Zentrieren von Objekten beschleunigen. Die Ausrichtung erfolgt am besten unter freiem
Himmel bei Tageslicht, wenn es einfacher ist, Objekte zu nden. Falls das Sucherrohr neu fokussiert werden
muss, richten Sie es auf ein mindestens ca. 500 m entferntes Objekt. Für 5x24- und 6x24-Sucher: Drehen
Sie am Ende des Suchers, um den Fokus anzupassen. Für 6x30-Sucher: Für 6x30-Sucher: Schrauben Sie den
Sicherungsring nach hinten hin zur Halterung ab. Der vordere Linsenhalter kann jetzt zum Fokussieren here-
in- oder herausgedreht werden. Wenn das Bild scharfgestellt ist, arretieren Sie den Halter wieder mit dem
Sicherungsring.
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Wählen Sie ein mindestens 500 m entferntes Objekt und richten Sie das Teleskop auf das gewählte Objekt.
Richten Sie das Teleskop so aus, dass sich das Objekt in der Mitte des Sichtfelds im Okular bendet. Prüfen
Sie, ob das Objekt auch im Sucherrohr im Mittelpunkt des Fadenkreuzes liegt.
Für 5x24- und 6x24-Sucher: Zentrieren Sie das Fadenkreuz des Suchers mit den drei Stellschrauben auf dem
Objekt. Für 6x30-Sucher: Justieren Sie nur die beiden Seitenstellschrauben.
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Auswuchten des Teleskops
Ein Teleskop muss vor jeder Observation ausgewuchtet werden. Wenn das Teleskop ausgewuchtet ist, wird
die Teleskopmontierung weniger belastet und es sind präzise Feinabstimmungsbewegungen möglich. Ein
ausgewuchtetes Teleskop ist besonders wichtig, wenn Sie den optionalen Rektaszensionsantrieb zur Astro-
fotograe verwenden. Bringen Sie zunächst alles Zubehör (Okular, Kamera usw.) an, bevor Sie das Teleskop
auswuchten. Vergewissern Sie sich vor dem Auswuchten des Teleskops außerdem davon, dass das Stativ im
Gleichgewicht ist und sicher auf einer ebenen Oberäche steht. Zur Astrofotograe richten Sie das Teleskop
zunächst in die Richtung, in der Sie Fotos aufnehmen werden, bevor Sie es auswuchten.
Auswuchten um die Rektaszensionsachse
• Stellen Sie falls möglich für optimale Ergebnisse mit der Polhöhen-Stellschraube der Montierung einen
Höhenwinkel zwischen 15° und 30° ein.
• Lösen Sie langsam die Rektaszensions- und Deklinations-Arretierungen. Schwenken Sie das Teleskop,
bis sowohl der optische Tubus als auch die Gegengewichtsstange parallel zum Boden verlaufen und der
Teleskoptubus sich seitlich von der Montierung bendet.
• Ziehen Sie die Deklinations-Arretierung fest.
• Finden Sie diejenige Position der Gegengewichte längs der Stange, an der sich das Teleskop im Gleich-
gewicht bendet und seine Position beibehält, wenn Sie es loslassen.
• Ziehen Sie die Schrauben an den Gegengewichten fest, um die Gegengewichte zu sichern.
Auswuchten um die Deklinationsachse
• Bringen Sie vor dem Auswuchten des Teleskops um die Deklinationsachse alles Zubehör am Teleskop an.
Wuchten Sie das Teleskop zunächst um die Rektaszensionsachse aus, bevor Sie mit dem Auswuchten um
die Deklinationsachse beginnen.
• Stellen Sie falls möglich für optimale Ergebnisse mit der Polhöhen-Stellschraube der Montierung einen
Höhenwinkel zwischen 60° und 75° ein.
• Lösen Sie die Rektaszensions-Arretierung und schwenken Sie um die Rektaszensionsachse, bis die Ge-
gengewichtsstange horizontal verläuft. Ziehen Sie die Rektaszensions-Arretierung wieder an.
• Lösen Sie die Deklinations-Arretierung und schwenken Sie den Teleskoptubus so, dass er parallel zum
Boden verläuft.
• Gewähren Sie dem Teleskop ein wenig Spiel und ermitteln Sie, in welche Richtung es sich zu drehen
versucht. Lösen Sie die Rohrschellen des Teleskops und schieben Sie den Teleskoptubus in den Schellen
vor oder zurück, bis er ausgewuchtet ist.
• Wenn das Teleskop bei horizontaler Ausgangsposition nicht mehr zu rotieren beginnt, befestigen Sie die
Rohrschellen und ziehen Sie die Deklinations-Arretierung wieder an. Stellen Sie den Höhenwinkel der
Montierung wieder auf die korrekte Polhöhe (geograsche Breite) ein.

Bedienen der Montierung
Die Montierung verfügt über Regler für beide „konventionellen“ Richtungen im azimutalen System – Höh-
enwinkel (aufwärts/abwärts) und Azimut (links/rechts). Diese beiden Einstellungen eignen sich für große
Änderungen der Beobachtungsrichtung und für terrestrische Beobachtungen. Zum Einstellen des Azimuts
lösen Sie den Sterngriff unter dem Sockel der Montierung und drehen Sie das Gelenk der Montierung um die
Azimutachse. Zum Einstellen des gewünschten Höhenwinkels verwenden Sie die Polhöhenschrauben.
Außerdem verfügt die EQ2-Montierung über Regler für Rektaszension und Deklination für astronomische
Beobachtungen im äquatorialen System, das am Himmelspol festgemacht ist. Lösen Sie die entsprechenden
Arretierungen, um große Änderungen der Beobachtungsrichtung vorzunehmen. Verwenden Sie, nachdem
beide Arretierungen wieder angezogen sind, zur Justierung die Feinabstimmungsregler. Die Montierung ist
mit einer zusätzlichen Höhenwinkelskala ausgestattet. Sie erlaubt die Einstellung der Polhöhe an ihrem
geograschen Standort.
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Barlowlinse
Eine Barlowlinse steigert die Vergrößerung eines Okulars und verkleinert gleichzeitig das Sichtfeld. Sie
weitet den einfallenden Lichtkonus auf, bevor das Licht den Brennpunkt erreicht, so dass das Teleskop für
das Okular eine höhere effektive Brennweite hat. Außerdem verbessert sie auch die Austrittspupillenschnitt-
weite (den optimalen Abstand zwischen Okular und Pupille) und senkt die sphärische Aberration des Okulars.
Aus diesem Grund liefert eine Kombination aus Teleskoplinse und Barlowlinse häug bessere Ergebnisse als
eine einzelne Linse mit derselben Vergrößerung. Und das Beste ist, dass eine Barlowlinse die Anzahl der
verfügbaren Okulare in Ihrer Sammlung quasi verdoppelt.
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Fokussieren
Drehen Sie die Fokussierräder unter dem Okularauszug langsam in die eine oder andere Richtung, bis das
Bild im Okular scharf ist. Der Bildfokus muss wegen kleiner Schwankungen aufgrund von Temperaturänderun-
gen, Durchbiegen usw. normalerweise nach einiger Zeit erneut feinjustiert werden. Besonders häug ist
dies bei Teleskopen mit großem Öffnungsverhältnis (kurzer Brennweite) der Fall; insbesondere, wenn sie
noch nicht die Umgebungstemperatur erreicht haben. Wenn Sie ein Okular wechseln oder eine Barlowlinse
hinzufügen oder wegnehmen, ist fast immer ist ein erneutes Fokussieren erforderlich.
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Polhöheneinstellung
Damit Sie mit dem Teleskop Objekte am Himmel nachverfolgen können, müssen Sie die Montierung am Him-
melspol ausrichten. Sie müssen das Gelenk ankippen, so dass die Montierung zum nördlichen (oder südlichen)
Himmelspol weist. In der nördlichen Hemisphäre ist dies einfach, da der helle Polarstern sehr nahe am
nördlichen Himmelspol steht. Für die meisten visuellen Beobachtungen reicht eine einfache Ausrichtung am
Polarstern ausreichend. Vergewissern Sie sich zunächst davon, dass die Äquatorialmontierung nivelliert und
der Sucher am Teleskop ausgerichtet ist.
Informieren Sie sich über die geograsche Breite Ihres Standorts. Sie können sie beispielsweise Straßenkarten
entnehmen. Seitlich an der Montierung sehen Sie eine Skala, die von 0 bis 90° reicht. Lockern Sie das Pol-
höhengelenk, indem Sie den Griff an der Skala gegen den Uhrzeigersinn drehen. Die Polhöhen-Stellschraube
unter dem Gelenk übt Druck auf das Gelenk aus und ändert dadurch den Winkel. Drehen Sie die Schraube, bis
der Zeiger auf der Polhöhenskala die geograsche Breite Ihres Standorts angibt.
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Lösen Sie die Deklinations-Arretierung und schwenken Sie den Teleskoptubus, bis der Zeiger auf dem Teilkreis
90° anzeigt. Ziehen Sie die Deklinations-Arretierung wieder fest. Lösen Sie die Azimut-Arretierung und
bewegen Sie die Montierung, bis die Rektaszensionsachse ungefähr zum Polarstern weist. Mit den beiden Az-
imut-Stellknöpfen über dem „N“ können Sie bei Bedarf den Azimut feinjustieren. Für eine genauere Ausrich-
tung blicken Sie durch das Sucherrohr und zentrieren Sie mit den Azimut- und Höhenwinkel-Stellknöpfen den
Polarstern am Fadenkreuz.
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Nach einer Weile werden Sie bemerken, dass Ihr Zielobjekt langsam nach Norden oder Süden abdriftet, je
nach Lage des Himmelspols relativ zum Polarstern. Verwenden Sie nur die Rektaszensions-Feinabstimmung,
um das Zielobjekt in der Mitte des Sichtfeldes zu halten.
Nachdem das Teleskop am Himmelspol ausgerichtet ist, sollten während der laufenden Observation Azimut
und Höhenwinkel der Montierung nicht mehr verändert und das Stativ nicht bewegt werden. Objekte sollten
ausschließlich durch Bewegungen um die Rektaszensionsachse und um die Deklinationsachse im Sichtfeld
gehalten werden.
In der südlichen Hemisphäre müssen Sie die Montierung am südlichen Himmelspol ausrichten. Diesen müssen
Sie anhand von Sternkonstellationen ausndig machen, da sich in seiner Nähe leider kein heller Stern be-
ndet. Ca. ein Grad vom südlichen Himmelspol entfernt liegt σ Octantis (Polaris Australis), er ist mit einer
scheinbaren Helligkeit von lediglich 5,5 jedoch sehr lichtschwach. Um den südlichen Himmelspol zu lokalisie-
ren, ziehen Sie eine Linie durch α und β Crucis (im Kreuz des Südens) und eine Linie, die senkrecht durch die

Mitte der Verbindungslinie von α und β Centauri verläuft. Der südliche Himmelspol bendet sich ungefähr
am Schnittpunkt der beiden Linien.
Nachführen von Himmelsobjekten
Bei ausgedehnten Beobachtungen scheinen astronomische Objekte langsam durch das Sichtfeld des Tele-
skops zu wandern. Bei korrekter Polhöheneinstellung müssen Sie lediglich an der Rektaszensions-Feinabstim-
mung drehen, um Objekte auf ihrer Bahn nachzuführen. Sie können auch einen Rektaszensions-Motorantrieb
verwenden, um die Erdrotation zu kompensieren und Himmelsobjekte automatisch nachzuführen.
Ist das Objekt jedoch zu lichtschwach, können Sie auch die Teilkreise an der Äquatorialmontierung verwen-
den. Mit den Teilkreisen können Sie Himmelsobjekte anhand ihrer Himmelskoordinaten aufnden, die Sie
zum Beispiel Sternkarten entnehmen können.
Die Skala am Rektaszensions-Teilkreis ist in Stunden von 1 bis 24 eingeteilt. Die kleinen Linien dazwischen
stehen für 10-Minuten-Intervalle. Die obere Zahlenreihe gilt bei Beobachtungen in der nördlichen Hemi-
sphäre, die Zahlenreihe darunter bei Beobachtungen in der südlichen Hemisphäre.
Kalibrieren des Rektaszensions-Teilkreises: nden Sie zunächst am Himmel einen Stern mit bekannten
Koordinaten. Gut geeignet ist etwa die Wega in der Leier mit einer scheinbaren Helligkeit von 0,0. Einer
Sternenkarte entnehmen wir, dass die Rektaszension der Wega 18 h 36 m beträgt.
Lösen Sie die Rektaszensions- und Deklinations-Arretierungen und stellen Sie das Teleskop so ein, dass die
Wega im Sichtfeld des Okulars zentriert ist. Ziehen Sie die Rektaszensions- und Deklinations-Arretierungen
an, um die Montierung wieder zu xieren. Drehen Sie jetzt den Rektaszensions-Teilkreis auf die Position 18 h
36 m. Ab jetzt können Sie die Teilkreise benutzen, um Objekte am Himmel zu nden.
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Bei einer Äquatorialmontierung, auch deutsche Montierung genannt, ist die Polachse schräggestellt und
zeigt auf den Himmelspol (nördlicher (NHP) oder südlicher (SHP) Himmelspol). Bei korrekter Polhöhenein-
stellung muss die Montierung nur um die Polachse gedreht werden, um ein stellares Objekt im Zentrum des
Sichtfelds zu halten. Verändern Sie nicht den Höhenwinkel oder die Position des Sockels der Montierung.
Nachdem Sie entsprechend Ihrer geograschen Breite die korrekte Polhöhe eingestellt haben, wird das Tele-
skop zum Aufnden von Himmelsobjekten nur noch um die Polachse (Rektaszensionsachse) und die Deklina-
tionsachse gedreht.
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Viele Anfänger haben Schwierigkeiten damit, zu erkennen, dass sich eine Äquatorialmontierung mit korrek-
ter Polhöheneinstellung wie eine Azimutalmontierung verhält, die an einem Himmelspol ausgerichtet ist. Die
Schrägstellung der Montierung entspricht dem Breitengrad des Beobachters. Daher dreht sich die Montierung
in einer Ebene, die parallel zum Himmelsäquator (und damit auch dem Erdäquator) ist. Dies ist jetzt der
„Horizont“ des Teleskops, aber ein Teil dieses neuen Horizonts wird in der Regel von der Erde verdeckt.
Diese Drehung in diesem „Horizont“ ist analog zum Azimut bei einer Azimutalmontierung und heißt „Rek-
taszension“ (R.A.). Außerdem kann die Montierung aus dem Himmelsäquator heraus nach Norden (+) und
Süden (-) auf die Himmelspole zu gedreht werden. Diese positive oder negative „Höhen“-Winkelabweichung
vom Himmelsäquator heißt „Deklination“ (Dec.).
Betrachten wir nun den Fall, dass das Teleskop auf den westlichen oder östlichen Horizont gerichtet ist.
Wenn das Gegengewicht nach Norden weist, kann das Teleskop um die Deklinationsachse vom einen Horizont
zum anderen umgelegt werden. Es folgt dabei einem Bogen, der durch den nördlichen Himmelspol verläuft.
Soll der optische Tubus auf ein Objekt nördlich oder südlich dieses West-Ost-Bogens gerichtet werden, muss
die Montierung auch um die Rektaszensionsachse gedreht werden.
Im Allgemeinen wird, um das Teleskop in eine andere Richtung als exakt auf den Himmelspol zu richten,
immer eine Kombination aus Rektaszensions- und Deklinationspositionen benötigt.
Teleskope mit großen Brennweiten haben in Zenitnähe häug einen „Totpunkt“, weil das Okularende des
optischen Tubus mit den Stativbeinen kollidiert. Wenn dies ein Problem darstellt, kann der Tubus vorsichtig
in den Rohrschellen nach oben geschoben werden. Dies ist sicher, weil der Tubus fast vollständig vertikal
steht und eine Verschiebung des Tubus in diesem Spezialfall kein Ungleichgewicht um die Deklinationsachse
erzeugt. Es ist jedoch äußert wichtig, dass Sie den Tubus zurück in seine Gleichgewichtsposition schieben,
bevor Sie das Teleskop auf andere Himmelsbereiche richten.
Ein weiteres Problem ist, dass sich der optische Tubus oft so dreht, dass das Okular, das Sucherrohr und die
Fokussierräder an wenig bequemen Positionen zu liegen kommen. Das Okular lässt sich durch Drehen des Di-
agonalspiegels anpassen. Die Positionen des Sucherrohrs und der Fokussierräder können Sie anpassen, indem
Sie die Rohrschellen lösen, die den Teleskoptubus halten, und diesen vorsichtig drehen. Tun Sie dies jedoch
nur, wenn Sie einen Himmelsbereich längere Zeit beobachten wollen, da die Prozedur zu umständlich ist,
um sie bei kurzen Wechseln zu anderen Bereichen jedes Mal zu wiederholen.
Um ein bequemes Beobachten zu ermöglichen, ist schließlich noch die Höhe der Montierung über dem Boden
zu beachten, die Sie durch Ausziehen oder Einfahren der Stativbeine anpassen können. Berücksichtigen Sie
die Höhe, in der sich das Okular benden soll, und planen Sie dabei falls möglich, auf einem bequemen
Stuhl oder Hocker zu sitzen. Sehr lange optische Tuben müssen höher montiert werden, damit Sie bei der
Beobachtung von Objekten in Zenitnähe nicht niederkauern oder sich auf den Boden legen müssen. Ein
kurzer optischer Tubus kann dagegen niedriger montiert werden, was die Anfälligkeit für Schwingungen
durch Wind o. ä. verringert. Sie sollten sich für eine Höhe der Montierung entscheiden, bevor Sie die Pol-
höheneinstellung vornehmen.

Kameraadapter
Wenn Sie eine Kamera an Ihrem Teleskop anbringen möchten, benötigen Sie möglicherweise einen Adapter,
um die Kamera fokussieren zu können. Einige Reektoren benötigen einen Bewegungsspielraum, der größer
ist, als der Okularauszug zulässt; einige Refraktoren sind zur Verwendung mit Diagonalspiegeln vorgesehen
und benötigen daher bei Verwendung mit Kamera eine größere Brennweite.
Bringen Sie dazu einfach eine Verlängerung an den Okularauszug des Teleskops an, und bringen Sie an-
schließend die Kamera mit einem T-Adapter an der Verlängerung an.
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Technische Daten
Levenhuk Skyline
Levenhuk Skyline
Levenhuk Skyline
Levenhuk Skyline
120х1000 EQ
130х900 EQ
90х900 EQ
70х900 EQ
Optische Bauweise Reektor Reektor Refraktor Refraktor
Blende 120 mm 130 mm 90 mm 70 mm
Brennweite 1000 mm; f/8,8 900 mm; f/6,9 900 mm; f/10 900 mm; f/12,9
Höchste praktische
230x 260x 180x 140x
Vergrößerung
Scheinbare
12,2 12,5 11,8 11,23
Grenzhelligkeit
Auösungsschwelle 1,2 Bogensekunden 1,1 Bogensekunden 1,5 Bogensekunden 1,9 Bogensekunden
Okular 1,25"; SUPER10 &
1,25"; SUPER10 &
1,25"; SUPER10 &
1,25"; SUPER10 &
SUPER25
SUPER25
SUPER25
SUPER25
Sucherrohr 5x24 6x24 6x30 6x24
Montierung EQ1 EQ2 EQ2 EQ1
Stativ Aluminium;
Aluminium;
Aluminium;
Aluminium;
710-1230 mm
700-1250 mm
700-1250 mm
650-1200 mm
Sicherheitshinweise zum Umgang mit Batterien
• Immer die richtige, für den beabsichtigten Einsatz am besten geeignete Batteriegröße und -art erwer-
ben.
• Stets alle Batterien gleichzeitig ersetzen. Alte und neue Batterien oder Batterien verschiedenen Typs
nicht mischen.
• Batteriekontakte und Kontakte am Instrument vor Installation der Batterien reinigen.
• Beim Einlegen der Batterien auf korrekte Polung (+ und -) achten.
• Batterien entnehmen, wenn das Instrument für einen längeren Zeitraum nicht benutzt werden soll.
• Verbrauchte Batterien umgehend entnehmen.
• Primärbatterien nicht wieder auaden! Beim Auaden von Primärbatterien können diese auslaufen;
außerdem besteht Feuer- und Explosionsgefahr.
• Batterien nicht kurzschließen, um Hitzeentwicklung, Auslaufen oder Explosionen zu vermeiden.
• Batterien dürfen nicht zum Wiederbeleben erwärmt werden.
• Instrumente nach Verwendung ausschalten.
• Batterien für Kinder unzugänglich aufbewahren, um Verschlucken, Ersticken und Vergiftungen zu ver-
meiden.
Pege und Wartung
• Richten Sie das Instrument ohne Speziallter unter keinen Umständen direkt auf die Sonne, ande-
re helle Lichtquellen oder Laserquellen. Es besteht die Gefahr DAUERHAFTER NETZZHAUTSCHÄDEN
und ERBLINDUNGSEGEFAHR.
• Treffen Sie geeignete Vorsichtsmaßnahmen, wenn Kinder oder Menschen das Instrument benutzen, die
diese Anleitung nicht gelesen bzw. verstanden haben.
• Versuchen Sie egal aus welchem Grunde nicht, das Instrument selbst auseinanderzubauen, auch nicht
zum Reinigen des Spiegels. Wenden Sie sich für Reparaturen oder zur Reinigung an ein spezialisiertes
Servicecenter vor Ort.
• Schützen Sie das Instrument vor plötzlichen Stößen und übermäßiger mechanischer Krafteinwirkung.

• Berühren Sie die optischen Flächen nicht mit den Fingern. Verwenden Sie zur äußerlichen Reinigung des
Teleskops ausschließlich die speziellen Reinigungstücher und das spezielle Optik-Reinigungszubehör von
Levenhuk.
• Lagern Sie das Instrument an einem trockenen, kühlen Ort, der frei von gefährlichen Säuren und
anderen Chemikalien ist, und in ausreichendem Abstand zu Heizgeräten, offenem Feuer und anderen
Hochtemperaturquellen. Das Instrument ist nicht für Dauerbetrieb ausgelegt. Lassen Sie das Instrument
nicht in direktem Sonnenlicht zurück.
• Decken Sie das vordere Ende des Teleskops stets mit der Staubschutzkappe ab, wenn es nicht in Ver-
wendung ist. Sie verhindern dadurch, dass sich Staub auf dem Spiegel oder den Linsenächen absetzen
kann.
• Bei Verschlucken eines Kleinteils oder einer Batterie umgehend ärztliche Hilfe suchen!
Internationale Garantie
Für alle Teleskope, Teleskopkameras, Mikroskope und Ferngläser von Levenhuk gewährleistet Levenhuk innerhalb
von drei Jahren ab Kaufdatum die Freiheit von Material- und Herstellungsfehlern. Für Levenhuk-Zubehör gewährleistet
Levenhuk die Freiheit von Material- und Herstellungsfehlern innerhalb von zwei Jahren ab Kaufdatum. Produkte oder Teile
davon, bei denen im Rahmen einer Prüfung durch Levenhuk ein Material- oder Herstellungsfehler festgestellt wird, werden
von Levenhuk repariert oder ausgetauscht. Voraussetzung für die Verpichtung von Levenhuk zu Reparatur oder Austausch
eines Produkts ist, dass dieses zusammen mit einem für Levenhuk ausreichenden Kaufbeleg an Levenhuk zurückgesendet
wird.
Diese Garantie erstreckt sich nicht auf Verbrauchsteile wie Batterien.
Bevor Sie eine Rücksendung vornehmen, müssen Sie eine RA-Nummer (Rücksendeberechtigungsnummer) beantragen.
Wenden Sie sich dazu an Ihre lokale Levenhuk-Niederlassung. Die RA-Nummer muss außen auf der Versandverpackung
deutlich lesbar vermerkt werden. Legen Sie der Rücksendung ein Begleitschreiben bei, aus dem Name, Anschrift und
Telefonnummer des Besitzers hervorgehen und das eine Beschreibung der Defekte enthält, die einen Garantieanspruch
begründen sollen. Ausgetauschte Teile oder Produkte gehen in den Besitz von Levenhuk über.
Der Kunde trägt alle Versand- und Versicherungskosten für den Versand an Levenhuk oder einen autorisierten Levenhuk-
Händler und für den Versand zurück zum Kunden und muss für diese Kosten in Vorleistung gehen.
Levenhuk bemüht sich, jedes Produkt, für das Garantieansprüche bestehen, innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt zu
reparieren oder auszutauschen. Wenn eine Reparatur länger als 30 Tage dauert, setzt Levenhuk den Kunden hiervon in
Kenntnis. Levenhuk behält sich das Recht vor, ein Produkt, das nicht mehr im Sortiment ist, durch ein neues Produkt mit
vergleichbarem Wert und vergleichbaren Funktionen zu ersetzen.
Diese Garantie gilt nicht für Defekte oder Schäden infolge von Veränderungen, Modikationen, mangelnder Pege,
unsachgemäßem Gebrauch, Verwendung ungeeigneter Stromquellen, Transportschäden, Bedienungsfehlern oder anderen
Ursachen, die keine normale Verwendung darstellen, und sie gilt nicht für Versagen oder Verschlechterungen aufgrund
normalen Verschleißes.
Levenhuk schließt alle vorstehend nicht ausdrücklich dargelegten ausdrücklichen oder stillschweigenden Gewährleistungen,
Garantien oder Zusicherungen einschließlich Gebrauchstauglichkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck aus.
Die einzige Verpichtung von Levenhuk im Rahmen dieser Herstellergarantie ist die Reparatur oder der Austausch von
Produkten, die unter die Garantie fallen, gemäß den vorstehend dargelegten Bestimmungen. Jedwede Haftung seitens
Levenhuk für ent-gangenen Gewinn, Datenverlust oder allgemeine, spezielle, direkte, indirekte oder Folgeschäden
aufgrund Verletzung einer Garantieverpichtung oder infolge der Verwendung oder der Nichtverwendbarkeit eines
Levenhuk-Produkts ist ausgeschlossen. Stillschweigende Zusicherungen, die nicht ausgeschlossen werden können, sind bei
Teleskopen, Teleskopkameras, Mikroskopen und Ferngläsern auf höchstens drei Jahre ab Kaufdatum und bei Zubehör auf
höchstens zwei Jahre ab Kaufdatum beschränkt.
Levenhuk behält sich das Recht vor, Produkte ohne vorherige Ankündigung zu modizieren oder einzustellen.
Diese Garantie gilt außerhalb der USA und Kanadas nur für Kunden, die ihr Levenhuk-Produkt bei einem autorisierten
inländischen Levenhuk-Händler oder internationalen Distributor erworben haben. Wenden Sie sich direkt an den Händler
oder Distributor, wenn Sie Garantieservice benötigen.
Bei Problemen mit der Garantie, oder wenn Sie Unterstützung bei der Verwendung Ihres Produkts benötigen, wenden Sie
sich an die lokale Levenhuk-Niederlassung:
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Kanada: www.levenhuk.ca
Tschechische Republik: www.levenhuk.cz
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