Benelli ETHOS Shotgun: MANFRED ALBERTS GmbH
MANFRED ALBERTS GmbH: Benelli ETHOS Shotgun

81
ABNAHMEBESCHEINIGUNG
BENELLI ARMI S.p.A. erklärt hiermit, dass alle
Produkte entsprechend den geltenden gesetz-
lichen Vorschriften regulären Abnahmetests
durch das Nationale Schussamt unterzogen
worden sind, was durch die amtliche Prüf-
gravur an Gehäuse und Lauf bestätigt wird.
GARANTIESCHEIN
Zur Inanspruchnahme der Garantie ist dieser
Garantieschein vollständig ausgefüllt und mit dem
Stempel des Vertragshändlers versehen in einem ge-
schlossenen Kuvert an nachstehende Adresse zu schicken.
MODELL
SERIENNUMMER GEHÄUSE
STEMPEL UND UNTERSCHRIFT DES VERKÄUFERS
KAUFDATUM
SERIENNUMMER LAUF
Nr.
Nr.
Information gemäß Art. 13 Gesetzesverordnung 196/2003 (Datenschutzgesetz)
Personenbezogene Daten werden zur Ausstellung des Garantiescheins für das
Produkt sowie für die Erbringung von Kundendienst und damit verbundene
Serviceleistungen bearbeitet entsprechend den Allgemeinen Bedingungen, die
diesem Schein beiliegen. Die Daten können an Gesellschaften weitergeleitet
werden, die sowohl in Italien als auch im Ausland als Dach-, Tochter- oder
Schwestergesellschaften mit Benelli Armi S.p.A. verbunden sind, sowie an
Gesellschaften, die spezifischen Lieferservice für Benelli leisten. Die Daten
erfahren keine Verbreitung. Betroffene können ihre Rechte jederzeit gemäß Art. 7
Gesetzesverordnung 196/03 geltend machen, indem sie sich schriftlich an
privacy@benelli.it
wenden. Die verantwortliche Stelle für die Datenbear-
beitung ist Benelli Armi S.p.A., via della Stazione 50, 61029 Urbino, Italien. Die
Zuständigkeit für die Bearbeitung obliegt Dr. Lorenzo Caldari, dessen Anschrift
für diese Zwecke mit dem Sitz der verantwortlichen Stelle übereinstimmt.
Komplette Information unter
www.benelli.it
MANFRED ALBERTS GmbH
BIELSTEINER STR. 66
51674 WIEHL
GERMANY

82
GARANTIESCHEIN
Das Unternehmen BENELLI ARMI S.p.A. garantiert
seine Flinten und Karabiner über einen Zeitraum von
5 Jahren ab Kaufdatum (dieses wird von der
Kaufquittung belegt) gegen Fertigungs- und
Materialmängel allein in Bezug auf die Metallteile.
Das von dieser Garantie geschützte Produkt wird
- mit
Ausnahme der Versandkosten, die zu Lasten des
Käufers gehen, -
kostenlos vom
Benelli-Kunden-
dienstzentrum in Urbino oder von zugelassenen
Benelli-Reparaturwerkstätten
repariert
.
Der Garantiezeitraum läuft ab dem Datum des
Erstkaufs: Der Ersatz von Komponenten oder deren
Reparatur führt zu keiner Verlängerung des
Garantiezeitraums.
Auf keinen Fall hat der Käufer Anspruch auf den
Ersatz der kompletten Waffe.
Von dieser Garantie sind alle Schäden ausgeschlossen,
die auf Nachlässigkeit, mangelnde Wartung,
Manipulation, Reparaturen durch nicht zugelassene
Stellen, Verwendung von nicht mit den Internationalen
Normen übereinstimmender Munition, manuell
gefüllte bzw. neu gefüllte Munition, unsachgemäße
Anwendung der Waffe unter Missachtung der
Hinweise im Gebrauchs- und Wartungshandbuch
oder allgemein auf Faktoren zurückzuführen sind, die
nicht mit dem normalen Gebrauch bzw. der
Funktionsweise der Waffe in Verbindung stehen.
BENELLI ARMI S.p.A. haftet nicht für direkte oder indi-
rekte Schäden jeder Art, die bei Personen, Tieren oder
Gegenständen entstehen und die auf unachtsame
und/oder unsachgemäße Handhabung der Waffe oder
auf einen der im vorigen Absatz aufgeführten Gründe
zurückzuführen sind.
DIESEN SCHEIN BITTE NACH DEM KAUF
SORGFÄLTIG AUFBEWAHREN!
Zur Inanspruchnahme der Garantie, ist dieser
Garantieschein vollständig ausgefüllt und
mit dem Stempel des Benelli-Vertrags-
händlers versehen in einem geschlossenen
Kuvert einzusenden.
Falls die Einsendung nicht erfolgt oder
erforderliche Daten für die Anwendung der
Garantiebedingungen fehlen, wird die
Reparatur der Waffe in Rechnung gestellt.
WICHTIG
Hiermit stimme ich der Verwendung meiner Daten für
Werbeinformation und Direktangebote zu
(Information gemäß Art. 13 Gesetzesverordnung 196/2003)
Unterschrift: ...........................................................................
MODELL
SERIENNUMMER
GEHÄUSE
SERIENNUMMER
LAUF
VORNAME
NACHNAME
STRASSE
PLZ
ORT
LAND
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Nr.
Nr.
KAUFDATUM

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Garantieschein vollständig ausgefüllt und mit dem
Stempel des Vertragshändlers versehen in ge-
schlossenem Kuvert an den nächstgelegenen Importeur
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Dessen Daten sind im betreffenden Bereich der Website
www.benelli.it
unter “Kundendienst“ verfügbar.
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werden, die sowohl in Italien als auch im Ausland als Dach-, Tochter- oder
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erfahren keine Verbreitung. Betroffene können ihre Rechte jederzeit gemäß Art.
7 Gesetzesverordnung 196/03 geltend machen, indem sie sich schriftlich an
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beitung ist Benelli Armi S.p.A., via della Stazione 50, 61029 Urbino, Italien. Die
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für diese Zwecke mit dem Sitz der verantwortlichen Stelle übereinstimmt.
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GARANTIESCHEIN
Das Unternehmen BENELLI ARMI S.p.A. garantiert
seine Flinten und Karabiner über einen Zeitraum von
5 Jahren ab Kaufdatum (dieses wird von der
Kaufquittung belegt) gegen Fertigungs- und
Materialmängel allein in Bezug auf die Metallteile.
Das von dieser Garantie geschützte Produkt wird
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Ausnahme der Versandkosten, die zu Lasten des
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Der Garantiezeitraum läuft ab dem Datum des
Erstkaufs: Der Ersatz von Komponenten oder deren
Reparatur führt zu keiner Verlängerung des
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Auf keinen Fall hat der Käufer Anspruch auf den
Ersatz der kompletten Waffe.
Von dieser Garantie sind alle Schäden ausgeschlossen,
die auf Nachlässigkeit, mangelnde Wartung,
Manipulation, Reparaturen durch nicht zugelassene
Stellen, Verwendung von nicht mit den Internationalen
Normen übereinstimmender Munition, manuell
gefüllte bzw. neu gefüllte Munition, unsachgemäße
Anwendung der Waffe unter Missachtung der
Hinweise im Gebrauchs- und Wartungshandbuch
oder allgemein auf Faktoren zurückzuführen sind, die
nicht mit dem normalen Gebrauch bzw. der
Funktionsweise der Waffe in Verbindung stehen.
BENELLI ARMI S.p.A. haftet nicht für direkte oder indi-
rekte Schäden jeder Art, die bei Personen, Tieren oder
Gegenständen entstehen und die auf unachtsame
und/oder unsachgemäße Handhabung der Waffe oder
auf einen der im vorigen Absatz aufgeführten Gründe
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NACHNAME
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ORT
LAND
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Nr.
KAUFDATUM
84

85
Diese Angaben können ohne Vorankündigung geändert werden.
Inhaltsverzeichnis
G
EBRAUCH
•
W
ARTUNG
...........................................................
85
Sicherheitsvorschriften ...............................................................
86
Einleitung ..................................................................................
88
Funktionsweise ..........................................................................
88
Zusammenbau ...........................................................................
90
Sicherung des Gewehrs ..............................................................
91
Laden ........................................................................................
92
Auswechseln der Patrone ...........................................................
93
Entladen der Waffe .....................................................................
94
Funktionsstörungen und Abhilfe .................................................
95
Munitionsbestückung
..............................................................
95
Wartung .....................................................................................
95
Zerlegen der Waffe ....................................................................
96
Zusammenbauen der Waffe .......................................................
99
Z
UBEHÖR UND
E
INSTELLMÖGLICHKEITEN
:
Einstellmöglichkeiten für den Schaft .......................................... 101
Innen-Choke ............................................................................. 102
Austauschbare Laufschienen ..................................................... 104
Austausch des Visiers ................................................................ 104
Montage des Bolzens für den Riemenbügel am Schaft .............. 105
Demontage und Austausch der Schaftnase ................................ 105
Einstellung der Kimme (wo vorgesehen) .................................... 106
Seitliche Einstellung der Kimme ................................................ 106
Vertikale Einstellung der Kimme ................................................ 106
E
RSATZTEILE
.............................................................................. 211

86
SICHERHEITSVORSCHRIFTEN
HINWEIS:
BITTE LESEN SIE DAS VORLIEGENDE
HANDBUCH VOR DER HANDHABUNG IHRER
WAFFE AUFMERKSAM.
HINWEIS:
BEI NICHT KORREKTER HAND-
HABUNG KÖNNEN FEUERWAFFEN GEFÄHR-
LICH SEIN SOWIE POTENTIELL SCHWERE UND
IRREPARABLE SCHÄDEN VERURSACHEN. DIE
IN DIESER ANLEITUNG AUFGEFÜHRTEN
SICHERHEITSVORSCHRIFTEN SOLLEN INSBE-
SONDERE AUF DIE VERANTWORTUNG VER-
WEISEN, DIE DIE EIGENTÜMER UND BENUT-
ZER VON FEUERWAFFEN TRAGEN.
1. NIE DIE WAFFE IN EINE RICHTUNG HALTEN,
DIE NICHT KOMPLETT SICHER IST.
Den Lauf der Waffe nie auf sich selbst
richten oder auf eine andere Person.
Dies ist von grundlegender Wichtig-
keit beim Laden und Entladen der
Waffe. Wenn man auf ein Ziel
schießen möchte, prüfen, was sich
dahinter befindet. Die Projektils kön-
nen eine Entfernung von mehr als 1,5
km überwinden. Falls man das Ziel
verfehlt, oder das Projektil es durch-
schießt, sicherstellen, dass der Schuss niemandem
Schaden oder Verletzungen zugeführt hat.
2. DIE WAFFE IMMER SO HANDHABEN, ALS
WÄRE SIE GELADEN.
Nie davon ausgehen, dass die Waffe sicherlich
entladen ist. Die einzige Weise, um sicher zu sein,
dass die Waffe leere Patronenlager hat, besteht
darin, diese zu öffnen und visuell und physisch zu
prüfen, dass keine Projektils vorhanden sind. Das
Magazin entfernen oder entladen, bedeutet nicht,
dass die Waffe nicht geladen ist oder nicht
schießen kann. Gewehre und Karabiner können
überprüft werden, indem man alle Projektils ent-
fernt und daraufhin das Patronenlager öffnet und
überprüft, hierdurch kann man eine vollständige
Kontrolle durchführen und sicherstellen, dass
keine Schüsse übrig geblieben sind.
3. DIE WAFFE AN EINEM SICHEREN UND FÜR
KINDER UNZUGÄNGLICHEN ORT AUFBE-
WAHREN.
Es ist Ihre Aufgabe sicherzustellen, dass Minder-
jährige oder andere nicht autorisierte Personen kei-
nen Zugriff auf die Waffe nehmen können. Um das
Unfallrisiko bei Minderjährigen zu
verringern, entladen Sie die Waffe und
lagern Sie sie unter Verschluss,
bewahren Sie die Munition an einem
anderen Ort und ebenfalls unter
Verschluss auf. Beachten Sie immer,
dass die Vorrichtungen zum
Unfallschutz - z.B. Schlösser für
Waffen, Verschlüsse für Patronenlager
u.s.w. nicht ausreichend sind, um zu
verhindern, dass andere die Waffe benutzen oder
dass diese auf unsachgemäße Weise benutzt wird.
Die Verwahrung der Waffe in einem eigens vorge-
sehenen Schließfach wäre ideal, um die
Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass Minder-
jährige oder nicht autorisierte Personen die Waffen
auf unsachgemäße Weise benutzen.
4. NIE GEGEN WASSERSPIEGEL
ODER AUF HARTE OBERFLÄCHEN
SCHIEßEN.
Durch das Schießen auf Wasser-
spiegel, gegen Felsen oder andere
harte Oberflächen wird das Risiko erhöht, dass
die Projektile rückprallen oder zersplittern,
wodurch ungewollte oder angrenzende Ziele
getroffen werden könnten.
5. DIE SICHERHEITSEIGENSCHAFTEN DER WAFFE
KENNEN, DIE SIE BENUTZEN UND SICH BE-
WUSST SEIN, DASS DIE SICHERHEITS-
VORRICHTUNGEN DIE VORGANGSWEISE
EINER KORREKTEN UND SICHEREN HAND-
HABUNG DER WAFFE NICHT ERSETZEN.
Sich nicht ausschließlich den Sicherheitsvorrich-
tungen anvertrauen, um Unfällen vorzubeugen.
Es ist unbedingt notwendig, dass Sie die Sicher-
heitseigenschaften der von Ihnen gehandhabten
Waffe kennen und einhalten, die Unfälle können
auf jeden Fall besser vermieden werden, wenn
man die Vorgangsweisen zu einer sicheren
Handhabung der Waffe befolgt, die in den Sicher-
heitsregeln und innerhalb dieses Handbuchs
enthalten sind. Um noch vertrauter mit dem
angemessenen Gebrauch dieser oder anderer
Waffen zu sein, wird geraten, einen Kurs über die
Waffensicherheit zu besuchen, der von einem
Fachmann der Branche gehalten wird, der
Experte in Bezug auf Gebrauchstechniken und
Sicherheitsprozeduren ist.
6. DIE WAFFE ANGEMESSEN AUFBEWAHREN.
Die Waffe so aufbewahren, dass sich
kein Schmutz oder Staub in den me-
chanischen Teilen ansammelt. Indem
man die in diesem Handbuch enthal-
tenen Anweisungen befolgt, die
Waffe nach jedem Gebrauch reinigen und
schmieren, um Korrosion, Beschädigungen des
Laufs sowie das Ansammeln von Unreinheiten
vorzubeugen, die eine Funktion der Waffe im Be-
S
to
e
g
e
r

darfsfall verhindern könnten. Das Innere und das
Patronenlager immer vor dem Laden der Waffe
kontrollieren, um sicherzustellen, dass diese sau-
ber und nicht verstopft sind. Falls bei Verstop-
fungen im Lauf oder Patronenlager geschossen
wird, kann dies die Explosion des Laufs verursa-
chen und Sie oder andere Personen in der Nähe
könnten verletzt werden. Sollte man ein anomales
Geräusch beim Schießen hören, sofort damit
aufhören, die Waffe sichern und entladen.
Sicherstellen, dass keine Verstopfungen im Lauf
oder Patronenlager vorhanden sind, wie beispiels-
weise ein blockiertes Projektil im Lauf aufgrund
defekter oder ungeeigneter Munition.
7. ANGEMESSENE MUNITIONEN VERWENDEN.
Nur neue Fabrikmunitionen verwenden, die
gemäß der nachfolgenden Industriespezifikationen
verwirklicht wurden: CIP (Europa und andere
Länder), SAAMI® (U.S.A.). Sicherstellen, dass die
Projektils für das Kaliber und die Typologie der ver-
wendeten Waffe geeignet sind. Das Kaliber der
Waffe ist deutlich auf dem Gewehrlauf oder dem
Schlitten oder dem Pistolenlauf angegeben. Die
Verwendung von wieder geladenen oder nach-
gebauten Munitionen kann die Wahrscheinlichkeit
eines übermäßigen Drucks auf die Patrone, die
Explosion des Hülsenbodens oder anderer Defekte
der Munitionen erhöhen, durch die die Waffe
Schaden erleiden kann und Sie oder andere
Personen in der Nähe verletzt werden können.
8. BEIM SCHIEßEN IMMER SCHUTZBRILLE UND
OHRENSTÖPSEL TRAGEN.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der
Schütze beim Schießen von Gas,
Schießpulver oder Metallfragmenten
getroffen wird, ist gering, doch falls
dies passieren sollte, können schwerwiegende
Schäden verursacht werden, bis zum Verlust des
Sehvermögens. Beim Schießen muss der Schütze
immer eine hochwiderstandsfähige Schutzbrille
tragen. Ohrenstöpsel oder andere hochwertige
Schutzvorrichtungen helfen, das Risiko von durch
das Schießen verursachten Schäden zu verringern.
9. MIT GELADENER WAFFE NIE AUF BÄUME,
ZÄUNE ODER HINDERNISSE KLETTERN.
Bevor man auf Bäume klettert oder
über Zäune oder über Gräben und
andere Hindernisse springt, das
Patronenlager der Waffe öffnen und
entleeren. Die Waffe nicht gegen sich
selbst oder eine andere Person drücken oder zie-
hen. Die Waffe immer entladen und visuell und
physisch kontrollieren, dass das Magazin, das Auf-
ladesystem und das Patronenlager entladen sind
und dass der Verschluss geöffnet ist, bevor man die
Waffe einer anderen Person übergibt.
Nie die Waffe einer anderen Person nehmen, es sei
denn sie ist entladen und wurde physisch und
visuell überprüft, um sicherzustellen, dass sie tat-
sächlich nicht geladen ist, und nur nehmen, wenn
sie geöffnet ist.
10. DIE EINNAHME VON ALKOHOLISCHEN
GETRÄNKEN UND MEDIKAMENTEN VERMEI-
DEN, DIE DIE REFLEXE UND DIE SELBST-
KONTROLLE BEIM SCHIEßEN BEEINTRÄCH-
TIGEN KÖNNTEN.
Beim Schießen nicht trinken. Falls
man Medikamente einnimmt, die die
Reflexe oder die Selbstkontrolle
beeinträchtigen könnten, keine
Waffen handhaben, während man
unter Einfluss des Medikaments ist.
11. NIE EINE GELADENE WAFFE TRANSPORTIE-
REN.
Die Waffe immer entladen, bevor
man sie in ein Fahrzeug legt
(Patronenlager und Magazin leer).
Jäger und Schützen müssen die
Waffe laden, nachdem sie am Zielort
angekommen sind und der Moment des
Schießens gekommen ist. Falls man die Waffe zur
Selbstverteidigung hält, beachten, dass ein nicht
geladenes Patronenlager die Wahrscheinlichkeit
eines ungewollten Schusses reduziert.
12. HINWEISE ZUR BLEI-EXPOSITION.
Die Waffe in wenig ventilierten Bereichen ent-
laden, das Reinigen von Waffen und die Hand-
habung von Munitionen kann eine Exposition
gegenüber Blei und anderen Substanzen mit sich
bringen, die Schäden bei der Respiration, Schäden
der Fortpflanzungsorgane und andere schwere
körperliche Schäden verursachen können. Man
sollte sich immer in gut belüfteten Gebieten
aufhalten. Die Hände nach der Exposition akkurat
waschen.
HINWEIS:
Es liegt in IHRER Verantwortung sich
über die örtlichen und staatlichen Gesetze zu
informieren, die den Handel, den Transport und
den Gebrauch von Waffen in Ihrem Land regeln.
HINWEIS:
Diese Waffe kann Ihnen und anderen
das Leben nehmen! Sie sollten immer sehr vor-
sichtig beim Umgang mit Ihrer Waffe sein. Ein
Unfall ist fast immer eine Folge der
Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften der
Waffe.
87

88
Einleitung
Benelli Armi ist hoch erfreut, die neue Version
des Gewehrs Raffaello vorzustellen, mit dem
exklusive Technologie eingeführt und ein um-
fassendes ästhetisches Restyling vorgenommen
wird, wodurch sich unsere bedeutendste
Gewehrfamilie als Klassiker mit einem Herzstück
moderner Technologie hervortut.
Dank des konstanten Engagements unseres
Studien- und Forschungszentrums hat das neue
Raffaello sämtliche Vorzüge der Benelli-Produkte
vereint mit der exzellenten Innovation des
Comfort Progressive aufzuweisen.
Die einzige Rückstoßbremse für Holzschäfte, die
je nach verwendetem Patronentyp mehr oder
weniger stark aktiviert wird, um den Rückstoß pro-
gressiv zu dämpfen, und gemeinsam mit der
Schaftnase das globale Full-Comfort-System bildet.
Eine neue Herausforderung und ein mit Sicher-
heit hochwertiges Gewehr, das zur weiteren
Bereicherung von Benellis großzügiger Produkt-
palette beiträgt.
Funktionsweise
Die neuen halbautomatischen “Benelli“
Gewehre bauen in ihrer Funktionsweise auf dem
Rückstoßprinzip
auf, wobei die Energie des
Rückstosses der Waffe genutzt wird. Bis heute ist
dies eine der bedeutendsten und genialsten tech-
nischen Innovationen unserer Waffen.
Bekanntlich erfordert dieses Prinzip weder ein
Gasdruckladesystem, noch den Rückstoß des
Laufes. Bei seiner Funktionsweise gelangt eine
spezielle Feder zum Einsatz, die frei beweglich
zwischen dem Verschlusskopf und dem
Verschluss eingefügt ist.
Beim Schießen verschiebt sich der (träge)
Verschlusskopf proportional zur Patronenkraft um
etwa 4 mm und komprimiert die Feder. Nachdem
diese zusammengedrückt wurde, dehnt sich die
Feder wieder aus und schiebt den gesamte
Verschlussblock zurück, so dass die abgefeuerte
Hülse ausgezogen und die Waffe nach dem tradi-
tionellen System neu geladen werden kann.
Die Spannung der Feder ist so eingestellt, um
sowohl eine verzögerte Öffnung zu bewirken, als
auch um die variierenden Druckverhältnisse aus-
zugleichen, die von Patronen unterschiedlicher
Stärke ausgehen, wobei keine bremsende
Mechanik notwendig ist.
Bei diesem Funktionsprinzip wird ein einfach
geformter, robuster und
drehbarer Ver-
schlusskopf
eingesetzt, der mit zwei Verriege-
lungswarzen einen einwandfreien Verschluss
axial zur Verschlussabdeckung gewährleistet,
welcher dem durch die Patrone im Lauf er-
zeugten Druck problemlos standhält.
Die neue Gewehrserie verfügt über ein
Ladesystem, das folgende Vorteile mit sich bringt:
- manueller Austausch der Patronen aus dem
Magazinrohr direkt in den Lauf, um einen
schnellen und einfachen Wechsel der
Munition zu ermöglichen;
- schnellere automatische Ladung bei mehr
Sicherheit;
- schnelle Kontrolle, ob das Schlagstück der
Waffe gespannt ist und die Waffe schussbereit
ist.
Im wesentlichen besteht das neue Zuführungs-
system aus dem Patronenfreigabehebel der in
unmittelbarer Nähe des Abzugfingers, seitlich am
Gehäuse sitzt. Wenn der Abzug betätigt wird,
schwenkt die Schlagfeder den Patronenfreigabe-
hebel nach oben und trennt sich somit vom
Zubringer. Der Zubringer wird durch die
Zubringerfeder nach oben geschwenkt und bringt
somit eine neue Patrone zum Patronenlager.
Die auf dem Zubringer liegende Patrone drückt
gegen den Patronenfreigabehebel und lässt die-
sen wieder arretieren, damit keine weitere
Patrone aus dem Magazinrohr zugeführt wird.
Wird der Verschluss zurückgezogen, hebt sich
der Ladelöffel und bringt die Patrone, die in das
Patronenlager eingelegt wird, in die richtige
Position. Währenddessen hat die Schlagfeder,
die beim Spannen zusammengedrückt wurde,
den Patronenfreigabehebel in seine Ruhestellung
zurückgebracht, so dass der Ladelöffel die ande-
ren Patronen im Magazin behalten muss, bis der
nächste Schuss abgefeuert wird.
Der Patronenfreigabehebel weist einen gut sicht-
baren roten Punkt auf, der aus dem Inneren des
Gehäuses hervorragt. Wenn der rote Punkt sicht-
bar ist, ist das Schlagstück gespannt und die
Waffe schussbereit. Im gegenteiligen Fall ist das
Schlagstück nicht gespannt.
Wie alle automatischen Gewehre von Benelli nut-
zen die neuen Waffen die Energie des Rückstoßes
ERKLÄRUNG DER PFEILFARBEN
Farbe
Beschreibung
Rot
Ausbauvorgang
Grün
Einbauvorgang
Blau
Hinweis
Gelb
Betätigung

für jeden automatischen Ablauf aus. Hiermit wer-
den Nachteile ausgeschlossen, die bei Systemen
mit beweglichem Lauf entstehen (Vibrationen des
Laufs beim Schuss, die Notwendigkeit einer regu-
lierenden Bremsmechanik bei stärkeren Patronen
usw.), als auch die Nachteile der Gasentnahme-
systeme (häufiges Reinigen des Gasentnahme-
systems, verringerte Kraft und Geschwindigkeit
beim Abschuss der Schrotladung mit ungünstiger
Auswirkung auf die Deckung und eingeschränkter
Zuverlässigkeit bei ungünstigen atmosphärischen
Bedingungen). Basierend auf diesem Prinzip
konnte eine moderne und absolut zuverlässige
Waffe gebaut werden.
Die neuen halbautomatischen Gewehre von
Benelli können, dank ihrer hohen technischen
Perfektion, mit einer großen Palette von unter-
schiedlichen Patronen verwendet werden: das
Funktionsprinzip der Masseträgheit verlangt
jedoch Patronen mit einem Mindestmaß an
Energie, die benötigt wird, um die Selbst-
ladeautomatik durch den Rückstoß der Waffe in
Gang zu setzen.
Auf der Basis gründlicher Forschungsarbeit im
Ballistiklabor und praktischer Tests konnten wir
die Parameter für die einwandfreie Funktions-
tüchtigkeit der Waffe festlegen, wobei
200 kgm
der Mindestwert an kinetischer Energie ist, der
von einer Patrone mit
Kal. 12
entwickelt wird (an
Manometerlauf 1 m von der Mündung ge-
messener Wert).
HINWEIS:
Die einwandfreie Funktion mit dem
angegebenen Mindestwert an kinetischer Energie
wird für eine Waffe mit MAXIMALEM Gesamt-
gewicht von 3,150 kg gewährleistet.
89

90
Zusammenbau
(des in der Verpackung enthaltenen Gewehrs)
In der Verpackung enthaltene Teile (Abb. 1):
a)
Schaft mit Gehäuse - Verschluss - Vorderschaft
b)
Einheit Lauf - Verschlussabdeckung
HINWEIS:
erinnern Sie sich daran, die
Plastik-
laufsheide
abzunehmen, bevor das Gewehr
benutzt wird (Abb. 2).
Zusammenbauen
1) Die
Vorderschaftbefestigungskappe
ab-
schrauben (Abb. 3).
2) Den
Vorderschaft
herausziehen und das
Verpackungsplättchen der Waffe entfernen
(Abb. 4).
3) Die Baugruppe
Schaft-Gehäuse-Verschluss
aufnehmen und den
Verschluss
mithilfe des
Spannhebels in die geöffnete Stellung brin-
gen (bis zum Einhaken) (Abb. 5).
HINWEIS:
Falls der Verschluss
nicht
einrastet,
betätigen Sie den
Patronenfreigabehebel
in
Pfeilrichtung, notfalls wiederholen Sie den
Vorgang (Abb. 6).
Bei den folgenden Schritten muss der
Verschluss
vollständig montiert, im
Gehäuse
eingebaut und
geöffnet
(ganz nach hinten
geschoben) sein.
4) Die Hülse am Gehäuse festhalten und die
Gruppe
Lauf-Verschlussabdeckung
hernehmen.
3
2
1
6
4
5

5) Die
Verlängerung
der Verschlussabdeckung in
das Gehäuse einsetzen und dabei darauf achten,
dass das
Magazinrohr
korrekt in den
Führungs-
ring
des Laufes einschoben wurde (Abb. 7).
6) Den Lauf bis zum Anschlag einschieben (Abb.
8). Den richtigen Sitz des Laufes kann durch
den Druck mit der Hand als auch durch ein
metallisches Klicken beim Einrasten wahrge-
nommen werden.
VORSICHT:
achten Sie darauf, dass die
Ver-
längerung
der Verschlussabdeckung nicht gegen
den Verschlusskopf stößt, sondern sich zwischen
Systemhülse und Verschlusskopf einfädelt.
7) Den
Vorderschaft
auf das Magazinrohr stecken
(Abb. 9).
8) Die
Befestigungskappe
am Ende des Magazin-
rohrs aufschrauben und
bis zum Anschlag fest-
ziehen,
damit Lauf und Vorderschaft nahtlos am
Gehäuse anliegen (Abb. 10).
ACHTUNG:
Vor der Befestigung des Laufes und
des Vorderschafts am Gehäuse muss stets sicherge-
stellt werden, dass sich die
Feder in der Be-
festigungskappe
befindet
(Abb. 10).
Beim Fehlen
dieser Feder kann der Lauf nicht
ordnungsgemäß
befestigt werden, was zur
Beschädigung der Waffe
führen kann.
9) Den
Verschluss
durch Drücken des
Knopfs
am
Betätigungshebel des Ladelöffels schließen
(Abb. 11).
Sicherung des Gewehrs
Den stegförmigen
Sicherungsknopf
am Abzugs-
bügel drücken: Bei betätigter Sicherung darf der
rote Ring
, der die sofortige Feuerbereitschaft der
Waffe anzeigt, nicht sichtbar sein (Abb. 12).
91
7
8
9
10
12
11

92
Laden
Vor jeder Waffenhandhabung sollten Sie sicher-
stellen, dass die Patronenlager und das Magazin
ihres Gewehrs völlig leer sind!
(Bitte lesen Sie aufmerksam die Anweisungen für
das Laden und das Entladen der Waffe).
Das Magazinrohr ist je nach Bauart und gelten-
den Bestimmungen für 1, 2, 3 oder 4 Patronen
ausgelegt.
Die Feuerkapazität des Gewehrs beträgt daher,
einschließlich der im Lauf befindlichen Patrone,
2, 3, 4 oder 5 Schuss.
Laden
ACHTUNG!
Die Waffe muss
gesichert
(siehe
“Sicherung des Gewehrs”) und das
Schlagstück
muss gespannt sein (damit die Magazinsperr-
klinke die im Magazin vorhandenen Patronen
blockiert).
HINWEIS:
Zur besseren Sicherheit öffnen Sie
den Verschluss und
prüfen Sie
, ob die Waffe ent-
laden ist, danach
schließen
Sie den Verschluss
wieder.
1) Am Patronenfreigabehebel muss der
rote
Punkt gut sichtbar sein
(Hinweis auf gespann-
tes Schlagstück) (Abb. 13). Erforderlichenfalls
den Hebel in diese Position bringen, indem
der Knopf
am Betätigungshebel des Ladel-
öffels
(a)
gedrückt, der Verschluss
(b)
von
Hand geöffnet und danach wieder ver-
schlossen
(c)
wird (Abb. 14).
2) Die Waffe bei geschlossenem Verschluss und
gespanntem Schlagstück umdrehen und
den
Lauf nach unten richten.
3) Eine
Patrone
tief in das Magazin
einschieben
(Abb. 15); die Magazinsperrklinke muss auto-
matisch hinter der Patrone einrasten und
diese blockieren (Abb. 16). Diesen Vorgang
bis zum völligen Laden des Magazins wieder-
holen.
ACHTUNG:
Das Magazin muss mit
gespanntem
Schlagstück
geladen werden, damit die
Magazinsperrklinke die Patronen vorschrifts-
mäßig aufnimmt, die ins Magazin geschoben
werden.
Die Waffe ist noch nicht schussbereit, denn vorher
muss
eine Patrone in das Patronenlager
des
Laufes geladen werden. Dafür gibt es folgende
zwei Vorgehensweisen.
13
15
16
14

Direkte Zuführung (Abb. 17-18):
1) Den
Verschluss öffnen
und bei dieser
Verschlussstellung gleichzeitig manuell eine
Patrone durch die Hülsenauswurföffnung
stecken.
2) Den
Verschluss freigeben;
durch die Vor-
wärtsbewegung wird die Patrone in das
Patronenlager befördert und wird in der
Verschlussposition verriegelt.
Indirekte Zuführung (Abb. 19):
1) Den Verschluss
(a)
öffnen und in dieser
Stellung halten, während der
Patronen-
freigabehebel (b) gedrückt wird,
sodass die
erste Patrone auf den Ladelöffel hinabgleiten
kann.
2)
Den Verschluss (c) loslassen,
der sich nach
vorne bewegt, die Patrone aufnimmt und in
geschlossener Stellung stoppt.
HINWEIS:
Wird die
“indirekte”
Zuführung
gewählt, wird dadurch die Anzahl der Patronen
im Magazin um einen Schuss reduziert. Es ist
möglich, wie oben beschrieben, eine weitere
Patrone einzugeben, um es komplett zu füllen.
ACHTUNG:
Bei diesen Ladevorgängen muss
der
Lauf immer in eine sichere Richtung gehalten
werden,
auch wenn die Waffe gesichert ist (siehe
“Sicherung des Gewehrs”).
Nun ist die
Waffe geladen;
nach dem Entsichern
(
der rote Ring ist sichtbar
) ist die Waffe schuss-
bereit.
HINWEIS:
Bei Neuwaffen kann eine “Einschieß-
phase” erforderlich sein, bis die Waffe auch mit
leichter Ladung einwandfrei funktioniert. Bei
Funktionsstörungen empfiehlt es sich drei oder
vier Patronenschachteln mit
Standardmunition
zu verschießen.
Auswechseln der Patrone
(Dieser Vorgang ist bei gesichertem Gewehr
durchzuführen - siehe “Sicherung des Gewehrs”
- wobei der Lauf in eine sichere Richtung gehal-
ten werden muss)
Zum Auswechseln einer bereits dem Patronenlager
zugeführten Patrone ist wie folgt vorzugehen:
- Manuelle Zuführung der Patrone von Hand;
- Betätigung des Patronenfreigabehebels.
Manuelle Zuführung der Patrone
(Zuführung der
Patrone nicht aus dem Magazin)
1) Den Schaft auf der Hüfte abstützen und den
Verschluss
per Hand öffnen indem der
Spannhebel zurückgezogen wird; die in der
Kammer enthaltene Patrone wird aus der
Waffe ausgezogen und ausgeworfen (Abb. 20).
93
17
18
19
20

94
2) Die neue Patrone durch die Auswurföffnung
in den Lauf einsetzen (Abb. 21). Dann den
Spannhebel loslassen, um den Verschluss zu
schließen.
Betätigung des Patronenfreigabehebels
(Zuführung der Patrone aus dem Magazin)
1) Den Schaft auf der Hüfte abstützen und den
Verschluss
per Hand öffnen indem der
Spannhebel gezogen wird; die in der Kammer
enthaltene Patrone wird aus der Waffe ausge-
zogen und ausgeworfen (Abb. 20).
2) Den
Patronenfreigabehebel
drücken (Abb. 22)
und den Spannhebel freilassen, um den
Verschluss zu schließen. So wechselt die
Patrone schnell vom Magazin in das Patronen-
lager.
Entladen der Waffe
(Dieser Vorgang ist bei gesichertem Gewehr
durchzuführen - siehe “Sicherung des Gewehrs”
- wobei der Lauf in eine sichere Richtung gehal-
ten werden muss)
Zum Entladen der Waffe muss wie folgt vorge-
gangen werden:
1)
Den Verschluss öffnen
: Die im Patronenlager
vorhandene Patrone wird aus der Waffe
herausgezogen und ausgeworfen (Abb. 23).
2)
Den Verschluss schließen
und dabei den
Spannhebel mit der Hand führen (Abb. 24).
3) Die Waffe umdrehen und bei gleichzeitigem
Drücken
des Ladelöffels nach innen mit dem
Zeigefinger der Hand auf den vorderen Bereich
der
Magazinsperrklinke
(Abb. 25) drücken;
dabei tritt die erste, im Magazin enthaltene
Patrone aus. Dieser Vorgang ist für jede
Patrone, die aus dem Magazin geholt werden
soll, zu wiederholen.
HINWEIS:
Die Waffe kann auch entladen wer-
den, indem mehrmals der Vorgang wiederholt
wird, der unter “Betätigung des Patronen-
freigabehebels” im Absatz
“Auswechseln der
Patrone”
beschrieben wurde.
23
25
24
21
22

Funktionsstörungen und Abhilfe
Vor jeder Waffenhandhabung sollten Sie sicher-
stellen, dass die Patronenlager und das Magazin
ihres Gewehrs völlig leer sind!
(Bitte lesen Sie aufmerksam die Anweisungen für
das Laden und das Entladen der Waffe).
Das Gewehr schießt nicht
1)
Die Sicherung überprüfen;
falls sie aktiviert ist,
den Stegknopf auf Feuerbereitschaft bringen.
2)
Prüfen, ob eine Patrone im Lauf ist.
Falls
nötig, unter Beachtung der Anweisungen für
das Laden (S. 92) eine Patrone einstecken.
3)
Den Schussmechanismus überprüfen
und,
falls nötig, reinigen und schmieren.
Befestigungskappe des Vorderschafts
Achten Sie bei dem Zusammenbau darauf, dass
die
Befestigungskappe
des Vorderschafts auch tat-
sächlich mit der
dazugehörigen Feder
versehen
ist. Insbesondere nach den ersten Schüssen prüfen,
ob sie gut angezogen wurde, damit der
Lauf
fest
am Gehäuse
verankert
ist.
Munitionsbestückung
“Benelli” Gewehre nutzen für ihre Funktion die
Rückstoßenergie der Waffe aus.
Stets Patronen verwenden, die eine ausreichen-
de Rückstoßkraft für den kompletten Selbst-
ladevorgang garantieren.
HINWEIS:
Bei Neuwaffen kann eine “Einschieß-
phase” erforderlich sein, bis die Waffe auch mit
leichter Ladung einwandfrei funktioniert.
Bei Funktionsstörungen empfiehlt es sich drei
oder vier Patronenschachteln mit
Standard-
munition
zu verschießen.
Zu verwendende Munition
Die Waffe ist garantiert für Patronen mit einer
maximalen Länge von
58 mm
(Ladekammer 2”
3/4 - 70 mm) bzw.
66 mm
(Ladekammer 3” - 76
mm) mit Bördel- oder Sternverschluss, sowohl
mit Blei- als auch mit Stahlschrotladung.
Benelli empfiehlt das Verwenden von Schrot-
munitionen für Läufe mit Laufschiene und scharfer
Munitionen für die Slug-Läufe.
Diese Angaben sind zwar nicht verpflichtend,
gewährleisten jedoch den Erhalt der besten
Leistungen.
ACHTUNG:
Niemals
Patronen verwenden, deren
Hülsen
länger
als das Patronenlager der Waffe
sind!
Die Nichteinhaltung dieser Sicherheits-
bestimmung kann sowohl für den Schützen als
auch für die Waffe schlimme Folgen haben!
“Benelli” Gewehre erfordern keine weiteren
Munitionsabstimmungen bei einer Verwendung
der oben angeführten Munitionsarten.
Stets Patronen verwenden, die eine ausreichen-
de Rückstoßkraft für den kompletten Lade-
vorgang garantieren.
Alle Benelli-Gewehre werden der Druckprüfung
bei 1370 Bar auf dem Nationalen Prüfstand in
Gardone Valtrompia (Brescia) unterzogen.
Wartung
Vor jeder Waffenhandhabung sollten Sie sicher-
stellen, dass die Patronenlager und das Magazin
ihres Gewehrs völlig leer sind!
(Bitte lesen Sie aufmerksam die Anweisungen für
das Laden und das Entladen der Waffe).
Aufgrund der extrem einfachen Konstruktion und
sorgfältigen Wahl der Materialien erfordern die
Benelli-Gewehre
keine besonderen Wartungs-
maßnahmen.
Es wird daher empfohlen:
1)
den Lauf
nach Gebrauch des Gewehrs regel-
mäßig zu reinigen;
2) durch regelmäßige Reinigung und
Schmierung
eventuelle Verbrennungsrückstände
(oder an-
dere Fremdmaterialien) von der Abzugsgruppe
(Abzug, Schlagstück, usw.) zu entfernen;
3) den
Verschlussblock
zu zerlegen, zu reinigen
und zu schmieren, da auch in diesem Bereich
die oben erwähnten Verschmutzungen auf-
treten können;
95
26

96
4) um das Gewehr immer in gutem Zustand zu
halten, wird empfohlen die der Witterung
aus-
gesetzten Teile
stets gut geschmiert zu halten.
NB:
Alle Läufe sind innen
verchromt
.
ANMERKUNG:
Wenn Läufe mit Innen-Chokes
gereinigt werden, ist der installierte Choke an
Ort und Stelle zu belassen, um zu vermeiden,
dass sich Rückstände am Aufnahmegewinde im
Lauf ansammeln.
Zur korrekten Wartung der Waffe
das Benelli
Reinigungsset
(nicht im Lieferumfang enthalten)
verwenden.
Zum Schmieren und Schutz der mechanischen
Teile (Verschlussgehäuse, Verschluss und Lauf)
wird
das Benelli Öl empfohlen
(Abb. 26).
Benelli empfiehlt für die Reinigung anderer
Waffenteile (Kolben und Schaft aus Holz bzw.
Tecnopolymer mit Camouflage-Design oder
lackiert) die Verwendung spezifischer Produkte.
Zu vermeiden ist, dass diese Teile
mit lösemittel-
haltigen Ölen oder chemischen Substanzen im
Allgemeinen in Berührung kommen, die das
Ablösen oder Veränderungen der Oberflächen
verursachen könnten.
Zerlegen der Waffe
(für die Reinigung und Wartung)
Vor jeder Waffenhandhabung sollten Sie sicher-
stellen, dass die Patronenlager und das Magazin
ihres Gewehrs völlig leer sind!
(Bitte lesen Sie aufmerksam die Anweisungen für
das Laden und das Entladen der Waffe).
HINWEIS
(Für Modelle, an denen das ShellView-System
verfügbar ist)
Auch wenn das System ShellView es ermöglicht
zu sehen, ob das Magazin ihrer Waffe leer ist,
bitten wir Sie folgendes zu beachten: Auch
wenn das Magazin beim Anblick leer erscheint,
bedeutet das nicht, dass die Waffe vollständig
entladen ist. Führen Sie immer eine physische
und visuelle Kontrolle beim Magazin und dem
Patronenlager aus, um sicher zu sein, dass die
Waffe auch vollständig entladen ist (Abb. 27).
Bitte berücksichtigen Sie immer alle allgemeinen
Sicherheitsvorschriften, die im Handbuch ange-
geben sind.
a
ShellView Benelli am Vorderschaft
b
Noch im Magazinrohr befindliche Patronen
c
Keine Patrone
28
27
29
30

Zerlegen
1) Die
Befestigungskappe
abschrauben und den
Vorderschaft
entlang dem Magazinrohr nach
vorne herausziehen (Abb. 28-29).
2) Das Gewehr mit einer Hand festhalten und
mit der anderen Hand den
Verschluss
öffnen
(Abb. 30). Falls der Verschluss nicht offen
bleibt, den
Patronenfreigabehebel
wie vom
Pfeil angezeigt betätigen und den Vorgang
wiederholen (Abb. 31).
3) Den Schaft an der Hüfte aufstützen und mit
einer Hand fest die
Systemhülse
und das
Gehäuse umfassen. Mit der anderen Hand die
Einheit
Lauf - Verschlussabdeckung
aus dem
Gehäuse herausziehen (Abb. 32).
4) Den
Spannhebel
mit einer kräftigen Be-
wegung herausziehen (Abb. 33).
5) Die
Systemhülse
entlang des Verschluss-
blocks nach vorne aus dem Gehäuse heraus-
ziehen (Abb. 34).
6) Mit einer Hand den
Verschlussblock
festhal-
ten (Abb. 35), um dem Druck der Schließ-
feder entgegenzuwirken. Den
Verschluss-
fangknopf
drücken und den Verschluss nach
vorne gleiten lassen, bis er nicht mehr unter
dem Druck der Rückstoßfeder steht.
7) Den
Verschlussblock
entlang seiner Führung im
Gehäuse nach vorne herausziehen (Abb. 36).
97
34
33
32
36
35
31

98
8) Den
Befestigungsstift des Schlagbolzens
aus
dem Verschlussblock herausziehen. Dabei
mit Sorgfalt den Schlagbolzen und dessen
Spannfeder zurückhalten (Abb. 37).
9)
Den Schlagbolzen mit der Spannfeder
aus
dem Verschluss herausziehen (Abb. 38).
10) Den
Drehzapfen
des Verschlusskopfes aus
seinem Sitz herausziehen (Abb. 39).
11) Den
Verschlusskopf
aus dem Verschluss
herausziehen (Abb. 40).
12) Die
Inertial-Feder
des Verschlusses aus
ihrem Sitz herausnehmen (Abb. 41).
13) Aus der Gruppe Schaft - Gehäuse den
Arretierstift der Abzugseinheit
von der
rechten oder der linken Seite her entfernen.
Zum Heraustreiben den Kopf des Schlag-
bolzens oder einen geeigneten Stift benutzen
(Abb. 42).
14) Den Verschlussfangknopf
drücken
und die
komplette Abzugsgruppe nach vorn
ent-
nehmen
(Abb. 43).
Das Gewehr ist nun komplett zerlegt. Die Teile,
die einer Wartung oder einer Reinigung bedürfen
liegen nun separat bereit.
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40
39
41
43
42
37

Zusammenbauen der Waffe
Die Waffe wird auf folgende Weise korrekt
zusammengebaut:
1) Das Schlagstück spannen (Abb. 44), die Gruppe
Schaft - Gehäuse in die Hand nehmen und
den
Verschlussfangknopf
drücken. Dabei die
komplette
Abzugsgruppe (bei gespanntem
Schlagstück)
so einsetzen, dass sie am hinte-
ren Ende des Gehäuses anschlägt (Abb. 45).
2) Den
Arretierstift
der Abzugseinheit von rechts
oder links einschieben und fixieren, nachdem
er vollständig in das Gehäuse eingesteckt
wurde (Abb. 46).
3) Die
Inertial-Feder
des Verschlusses in ihren
Sitz einführen (Abb. 47).
ACHTUNG:
stets
prüfen, ob die Inertialfeder auch
zwischen dem
Verschlusskopf und dem Ver-
schlussblock
eingesetzt wurde, um beim Verriegeln
eine
ungewollte Schussabgabe
zu vermeiden!
4) Den
Verschlusskopf
in den Verschlussblock
einschieben und darauf achten, dass die
Bohrung
am Stamm des Verschlusskopfes mit
der entsprechenden
Ausfräsung
des Ver-
schlussblockes übereinstimmt (Abb. 48).
VORSICHT:
Die geneigten Ebenen am Stamm
des Verschlussblocks
dürfen
nach der Montage
nicht sichtbar sein.
5) Den
Drehzapfen
des Verschlusskopfes durch
die Ausfräsung im Verschlussblock in die vor-
gesehene Bohrung im Stamm des Verschluss-
kopfes stecken (Abb. 49).
ACHTUNG:
Der am Zapfenende markierte
Strich
muss
sichtbar
sein und nach der
Längsachse
des
Verschlussblockes ausgerichtet sein (Abb. 49).
99
44
46
45
48
49
47

100
6) Den
Schlagbolzen
zusammen mit der Schlag-
bolzenfeder in den Verschlussblock einsetzen
(Abb. 50).
ACHTUNG:
Stets
prüfen, ob der Schlagbolzen
zusammen mit der Schlagbolzenfeder eingebaut ist.
7) Den
Fixierstift
des Schlagbolzens in die vor-
gesehene Bohrung einsetzen, um ihn somit zu
blockieren (Abb. 51).
8) Die Gruppe Schaft-Gehäuse nahezu horizon-
tal halten, den
kompletten Verschlussblock
entlang der Gehäuseführungen einschieben
(Abb. 52).
VORSICHT:
Das
Verbindungsgelenk des Ver-
schlusses
muss über die Abzugseinheit geführt
werden und liegt bei korrekter Montage am
Stift
der Rückstoßfeder des Gelenks im Inneren des
Gehäuses (Abb. 52).
9) Den
Verschluss
in geöffnete Position bringen,
indem er von der vorderen Ebene des Ver-
schlusskopfes zurückgezogen wird (Abb. 53).
Bleibt der Verschluß nicht geöffnet, den
Patronenfreigabehebel drücken wie vom Pfeil
angezeigt und den Vorgang wiederholen.
10) Die
Systemhülse
kurz vor dem Verschluss auf
das Gehäuse aufsetzen (Abb. 54).
11) Die
Systemhülse
auf dem Gehäuse halten und
über den Verschluss gleitend zurückziehen,
bis sie am vorderen Ende des Gehäuses
anschlagend komplett montiert ist.
12) Den
Spannhebel
einsetzen, indem er in die
vorgesehene Bohrung auf dem Verschluss ein-
gedrückt wird (Abb. 55).
13) Die Montage der Waffe
vervollständigen
, in-
dem sämtliche Montagevorgänge ab verpack-
tem Gewehr, die auf den Seite 91 beschrieben
sind, wiederholt werden (Abb. 7-8-9-10-11).
50
51
53
54
55
52

ZUBEHÖR UND EINSTELLMÖGLICHKEITEN
Einstellmöglichkeiten des Schafts
Vor jeder Waffenhandhabung sollten Sie sicher-
stellen, dass die Patronenlager und das Magazin
ihres Gewehrs völlig leer sind!
(Bitte lesen Sie aufmerksam die Anweisungen für
das Laden und das Entladen der Waffe).
Das Gewehr wird mit einem
“Schaftverstellungs-
Kit“
geliefert (Abb. 56), das ermöglicht, die
Standarteinstellung der Waffe zu variieren.
Das Kit besteht aus
Schaftbefestigungsplatten
(aus Stahl) und
Zwischenstücken zur Verän-
derung der Senkung
(aus Kunststoff), abgesehen
vom Befestigungsbolzen für den Ring des
Riemenbügels (für Holzschäfte).
Das Kit ermöglicht fünf Einstellungsvarianten zur
Senkung (siehe Tabelle) und zwei Einstellmö-
glichkeiten nach rechts und links (Schränkung).
Jedes Teil des Kits ist mit einem
der Einstellung
entsprechenden Buchstaben versehen.
Entscheiden Sie, ob der Schaft perfekt an Ihre
Körperstatur angepasst ist, oder ob er zu hoch
oder zu niedrig eingestellt ist.
Ist der Schaft zu niedrig eingestellt (zu starke
Senkung), ist das in alphabetischer Reihenfolge
zuvor kommende Kit zu wählen (wurde z.B. werk-
seitig ein mit “C” gekennzeichnetes Zwischenstück
montiert, so ist auf “B” und die entsprechende
Schaftbefestigungsplatte überzugehen).
Zum Austausch ist folgendermaßen vorzugehen
(Abb. 57):
1) Die
beiden Befestigungsschrauben der Schaft-
kappe “1”
mit Kreuzschlitz-Schraubenzieher
lösen.
HINWEIS:
Um die Schaftkappen nicht zu be-
schädigen, sollte die Schraubenzieherspitze mit
etwas Vaselin oder Fett
bestrichen
werden.
2)
Die beiden Befestigungsschrauben
aus-
drehen und das
Comfort-Kit
vom Schaft
“2”
abnehmen (Kreuzschraubenzieher).
Anweisungen für die Zuordnung:
Die Kits mit Zwischen-
stücken zur Senkungsveränderung - Schaftbefestigungsplatten
sind mit Buchstaben gekennzeichnet. Für eine korrekte
Senkung sind
stets
Platten
mit den gleichen Buchstaben
miteinander zu kombinieren z.B.: C - CDX – für Senkung
60-rechts oder C - CSX – für Senkung 60-links.
DX = rechts
SX = links
3) Die
Schaftbefestigungsmutter “3”
lösen
(Sechskantschlüssel 13 mm).
4) Vom Rückholfederführungsrohr
die Mutter
“3”, die Federscheibe “4”, die Schaftbe-
festigungsplatte “5”, den Schaft “6”, das
Schaftzwischenstück (Schränkung) “7”
und
das Schaftzwischenstück (Senkung) “8” ab-
ziehen.
VORSICHT:
wenn das
Distanzstück “9“
nicht im
Schaft verbleibt, setzen Sie es zusammen mit dem
Schaftbefestigungsplatte “5“
zur Schaftkappe hin
gewandt wieder ein.
5) Auf das Rückholfederführungsrohr das
ge-
wählte Schaftzwischenstück (Senkung) “8”,
mit der beschrifteten Seite zum Schaft hinge-
wandt aufsetzen.
6) Das
Schaftzwischenstück (Schränkung) “7”
mit der gewählten Beschriftung (DX oder SX)
gegen den Schaft gewendet aufsetzen.
7) Den Lauf zum Boden hin richten und den
Schaft
aufmontieren. Dabei die
Schaftbe-
festigungsplatte “5”
so einsetzen, dass die
beschriftete Seite zur Schaftkappe hin zeigt.
101
56
TABELLE ZUR SCHAFTEINSTELLUNG
Schaftzwischenstück
Schaft-
Schaftzwischenstück
(Schränkung) befestigungsplatte
(Senkung)
(Plastik)
(Stahl)
(Plastik)
Bezugsbuchstabe Bezugsbuchstabe Bezugsbuchstabe
DX
Z DX
Z
45 ± 1 DX
SX
Z SX
45 ± 1 SX
DX
A DX
A
50 ± 1 DX
SX
A SX
50 ± 1 SX
DX
B DX
B
55 ± 1 DX
SX
B SX
55 ± 1 SX
DX
C DX
C
60 ± 1 DX
SX
C SX
60 ± 1 SX
DX
D DX
D
65 ± 1 DX
SX
D SX
65 ± 1 SX
Schaftsenkung an der
Schaftkappe (mm)

102
8) Die
Federscheibe “4”
und
die Mutter “3”
auf den Deckel des Rückholfederführungs-
rohrs aufsetzen und
gründlich festziehen.
9)
Das Comfort-Kit “2”
wieder in den Schaft
einbauen, indem es mit den
beiden
Schrauben
(Kreuzschraubenzieher) befe-
stigt wird.
10) Die
Schaftkappe “1” wieder anbauen,
indem sie
mit den beiden Schrauben
(Kreuzschraubenzieher) befestigt wird.
Durch eine Veränderung der Schaftverstellung
ändert sich auch die Treffpunktlage:
es empfiehlt
sich
eine Reihe von Testschüssen abzugeben, um
sich zu vergewissern, dass die neue Einstellung
ihrer Körperstatur und ihrem Schießstil entspricht.
HINWEIS:
Nachdem die Senkungsänderung vor-
genommen worden ist, sicherstellen, dass die
Teile fest am Gehäuse montiert sind. Nachdem
die ersten Schüsse abgegeben worden sind, die
Kontrolle wiederholen und erforderlichenfalls den
Schaft nachziehen, indem die Mutter mit dem
hierfür vorgesehenen Schlüssel gespannt wird.
Innen-Choke
Vor jeder Waffenhandhabung sollten Sie sicher-
stellen, dass die Patronenlager und das Magazin
ihres Gewehrs völlig leer sind!
(Bitte lesen Sie aufmerksam die Anweisungen für
das Laden und das Entladen der Waffe).
Bei den Läufen mit Innen-Chokes steht eine
Auswahl von unterschiedlichen Chokeeinsätzen
zur Verfügung.
ACHTUNG:
Achten Sie vor dem Gebrauch der
Waffe immer darauf, dass der Choke korrekt in
den Lauf eingeschraubt ist.
ACHTUNG:
Den Innen-Choke darf bei ein-
wandfreier Montage nicht aus der Laufmündung
ragen. Es dürfen nur Benelli-Chokes mit einer
zur Aufnahme am Lauf passenden Länge ver-
wendet werden.
Zum Auswechseln oder Reinigen der Innen-
Chokes muss wie folgt vorgegangen werden:
1) Den Innen-Choke mit dem mitgelieferten ge-
zahnten
Spezial-Chokeschlüssel
aus dem Lauf
herausschrauben
und herausziehen (Abb. 58).
2) Sollte das Aufnahmegewinde des Chokes am
Lauf
stark verschmutzt sein,
ist es mit dem
anderen Ende des Schlüssels zu reinigen.
3) Den Choke mit der gewünschten Bohrung mit
dem
gewindelosen Teil
voran in die Lauf-
mündung einsetzen und festschrauben (Abb.
59).
4) Die Montage des Chokes beenden, indem
dieser mit dem hierfür vorgesehenen Zahn-
schlüssel festgezogen wird (Abb. 60).
57

ACHTUNG:
Bei ordnungsgemäßem Einbau
darf
der Choke nicht aus der Laufmündung hervor-
stehen!
(Abb. 61).
ACHTUNG:
Vor der erneuten Verwendung der
Waffe überprüfen, ob der Chokeschlüssel von der
Laufmündung entfernt wurde
(Abb. 62).
Falls die Waffe längere Zeit nicht benutzt wird, ist
eine Reinigung des Innen-Chokes und Lauf-
gewindes empfehlenswert.
Die Benelli-Chokes sind zur schnellen Iden-
tifizierung markiert (Abb. 63). An den Kerben an
der Vorderseite jedes Chokes ist die Choke-Typ
leicht erkennbar - auch bei eingeschraubtem
Choke.
ACHTUNG:
Bevor Stahlschrotpatronen verwen-
det werden, ist nachzuprüfen, ob der im Lauf
montierte Choke die Aufschrift
STEEL SHOT – OK
(siehe obige Tabelle)
trägt.
103
58
59
60
61
62
A Kerben
B Symbol
63
K
ERBEN
C
HOKE
-T
YP
S
YMBOL
S
TAHL
-
SCHROT
I
Full
X
NO
I
Full - Steel Shot - OK
X
OK
II
Improved Modified
XX
NO
II
Improved Modified - Steel Shot - OK
XX
OK
III
Modified
XXX
OK
IIII
Improved Cylinder
XXXX
OK
IIIII
Cylinder
XXXXX
OK

Austausch des Visiers
Ausschließlich bei Läufen mit Laufschiene aus
Carbonfaser kann das lange Visier (aus roter
Optikfaser) durch die mitgelieferten Visiere aus
gelber oder grüner Optikfaser ersetzt werden.
104
Austauschbare Laufschienen
Vor jeder Waffenhandhabung sollten Sie sicher-
stellen, dass sowohl das Patronenlager als auch
das Magazin vollständig entladen sind!
(Bitte lesen Sie aufmerksam die Anweisungen für
das Laden und Entladen der Waffe).
Standardmäßig ist die Waffe mit einer flachen, 8
mm breiten Laufschiene ausgerüstet.
Die Auswechselung der Schiene ist einfach und
geschieht folgendermaßen:
1) Die Befestigungsschraube der Laufschiene,
die sich am vorderen Ende des Laufs auf
Höhe des Visiers befindet,
ausschrauben und
herausziehen
(Abb. 64).
2) Die Laufschiene von ihren Befestigungen auf
dem Lauf
lösen und nach vorne herauszie-
hen
(Abb. 65-66).
3) Die gewünschte Laufschiene aufsetzen.
Dabei auf den richtigen
Sitz auf den
Halterungen
achten und der Länge nach
auf-
schieben
(Abb. 67).
4) Die Laufschiene mit der entsprechenden
Schraube
befestigen
(Abb. 68).
65
64
66
68
67

Bohrung am Schaft bis zum Anschlag ein-
schrauben und die Bohrung senkrecht zur
Schaftachse ausrichten (Abb. 72).
5) Die Montage des
Comfort-Kits “2”
und
danach der
Schaftkappe
am Schaft vor-
nehmen (siehe Abb. 57).
Demontage und Austausch
der Schaftnase
Für Demontage und Austausch der Schaftnase ist
folgendermaßen vorzugehen:
1)
Mit einem Kreuzschraubenzieher die beiden
Befestigungsschrauben ausdrehen
und die
Schaftkappe “1”
abnehmen (siehe Abb. 57).
HINWEIS:
Damit die Schaftkappe nicht be-
schädigt wird, ist die Spitze des Schraubenziehers
mit Vaseline oder Fett
einzureiben
.
2) Mit demselben Schraubenzieher die beiden
Befestigungsschrauben ausdrehen und das
Comfort-Kit “2”
aus dem Schaft heraus-
ziehen (siehe Abb. 57).
Zum Austauschen des Visiers ist folgendermaßen
vorzugehen:
1) Mit der Spitze eines Flachkopfschrauben-
ziehers die Halterung des Visiers anheben
und aus ihrer Aufnahme an der Laufschiene
herausziehen (Abb. 69).
2) Das gewählte Ersatzvisier in die Aufnahme an
der Laufschiene einsetzen, indem es kräftig
bis zum Einschnappen hineingedrückt wird
(Abb. 70).
Montage des Bolzens
für den Riemenbügel am Schaft
Nur bei Waffen mit Holzschaft wird ein Bolzen
für die Befestigung des Riemenbügels mitgelie-
fert, dessen Montage folgendermaßen erfolgt.
1)
Mit einem Kreuzschraubenzieher die beiden
Befestigungsschrauben ausdrehen
und die
Schaftkappe “1”
abnehmen (siehe Abb. 57).
HINWEIS:
Damit die Schaftkappe nicht be-
schädigt wird, ist die Spitze des Schraubenziehers
mit Vaseline oder Fett
einzureiben
.
2) Mit demselben Schraubenzieher die beiden
Befestigungsschrauben ausdrehen und das
Comfort-Kit “2”
aus dem Schaft heraus-
ziehen (siehe Abb. 57).
3) Mithilfe eines Inbusschlüssels den
Gummi-
stopfen
aus der Bohrung für den Bolzen des
Riemenbügels herausarbeiten (Abb. 71).
4) Mithilfe eines Splinttreibers mit 3 mm Durch-
messer den Bolzen des Riemenbügels in die
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3) Von der Rückseite des Schafts über das hierfür
vorgesehene Loch mit der Spitze des
Schraubenziehers an die Unterseite der
Schaftnase drücken, bis diese sich von der
hinteren Befestigung löst, dann anheben und
vom Schaft abnehmen (Abb. 73).
4) Zur Montage der Ersatzschaftnase diese mit
den beiden Zapfen an der Unterseite in die
Aufnahmen an der Führung im Schaft ein-
setzen und energisch eindrücken, bis sie
einschnappt (Abb. 74).
HINWEIS:
Eine einwandfrei montierte Schaftnase
fügt sich nahtlos ins Außenprofil des Schafts ein.
5) Danach die Montage des
Comfort-Kits “2”
und dann der
Schaftkappe
am Schaft vor-
nehmen (Abb. 57).
Einstellung der Kimme
(wo vorgesehen)
Falls die werkseitige Standardeinstellung nicht
den individuellen Bedürfnissen des Schützen ent-
spricht, kann die Kimme sowohl seitlich als auch
vertikal verstellt werden.
Vor jeder Waffenhandhabung sollten Sie immer
sicherstellen, dass sowohl Patronenlager als
auch das Magazin völlig entladen sind.
(Bitte lesen Sie aufmerksam die Anweisungen für
das Laden und das Entladen der Waffe).
Seitliche Einstellung der Kimme
Um die Kimme in der seitlichen Ausrichtung neu
einzustellen, gehen Sie wie folgt vor (Abb. 75):
1) Mit Hilfe des mitgelieferten Schlüssels die
Kimme in die gewünschte Richtung einstellen
(nach rechts, wenn Sie mehr nach rechts
schießen möchten; nach links, wenn Sie mehr
nach links schießen möchten). Sie können
sich bei der Einstellung an der eingekerbten
Gradmarkierung orientieren.
Vertikale Einstellung der Kimme
Bei der Höhen-Einstellung der Visierkimme,
gehen Sie wie folgt vor (Abb. 76):
1) Mit Hilfe des beiliegenden Schlüssels die
Stellung der Kimme in die gewünschte
Richtung drehen (nach oben, wenn man mehr
nach oben schießen will; nach unten, wenn
man mehr nach unten schießen will). Dabei
können Sie sich an den angebrachten
Gradmarkierungen orientieren.
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