Ivoclar Vivadent IPS Empress CAD Chairside v.1 – page 2
Manual for Ivoclar Vivadent IPS Empress CAD Chairside v.1

Ausarbeitung
Zur Ausarbeitung und Überarbeitung von Glaskeramiken sind die richtigen Schleifinstrumente unerlässlich. Werden unge-
eignete Schleifinstrumente verwendet, können unter anderem Abplatzungen an den Rändern und lokale Überhitzungen
entstehen.
Folgende Vorgehensweise wird zur Ausarbeitung von IPS Empress CAD Restaurationen empfohlen:
– Nur mit geeigneten, feinkörnigen (Körnung <60 µm), keramisch gebundenen Schleifkörpern oder Diamanten, bei einer
Drehzahl von bis zu 20.000U/min. und wenig Anpressdruck ausarbeiten.
– Überhitzung der Glaskeramik vermeiden.
– Ansatzstelle des Blocks verschleifen und auf approximale Kontakte achten.
– Falls notwendig, individuelle Formanpassungen vornehmen.
– Einprobe vornehmen und gegebenenfalls Okklusion/Artikulation einstellen.
– Vor dem Befestigen Approximal-Bereiche und grössere Flächen extraoral polieren
Ansatzstelle verschleifen und auf approximale Kontakte achten Approximale Bereiche und grössere Flächen extraoral polieren
Adhäsive Befestigung
Vorbereitung der IPS Empress CAD Restauration
Die IPS Empress CAD Restauration wird zur Vorbereitung auf die Eingliederung mit IPS Ceramic Ätzgel für 60 Sek. geätzt
und unter fliessendem Wasser gereinigt. Anschliessend mit Monobond-S silanisieren. Sicherheitshinweise beachten.
Ätzen der IPS Empress CAD Restauration mit IPS Ceramic Ätzgel Silanisieren der IPS Empress CAD Restauration mit Monobond-S
21

Vorbereitung der Präparation
Zur adhäsiven Befestigung kann zwischen bewährten Befestigungscomposites von Ivoclar Vivadent gewählt werden. Im
dokumentierten Fall wurde Variolink II / Syntac verwendet.
– Zur Vorbereitung der Präparation auf die adhäsive Befestigung mit Variolink II/Variolink Veneer wird Total Etch ein-
gesetzt. Total Etch ist ein Gel zur Schmelzätzung (30 Sek. ätzen) und Dentinkonditionierung (10-15 Sek. ätzen).
– Zur Vorbereitung der Präparation auf die adhäsive Befestigung mit Multilink Automix wird Multilink Primer A/B
eingesetzt.
Die Restauration einsetzen und Überschüsse entfernen. Zur Polymerisation wird der Resaurationsrand mit Glyceringel abgedeckt
und die Restauration von allen Seiten polymerisiert.
22

Politur
Nach der adhäsiven Befestigung wird die Okklusion/Artikulation der Restauration mit Diamanten eingestellt. Anschliessend
erfolgt die manuelle Politur der Restauration in 3 einfachen Schritten. Um einen natürlichen Oberflächenglanz zu erhalten,
bitte folgende Vorgehensweise beachten:
– Zur Politur empfehlen wir das leistungsfähige chairside Diamant-Poliersystem OptraFine.
– Während der gesamten Politur immer auf die Kontaktpunkte und Ränder achten!
– Mit entsprechender Drehzahl und wenig Anpressdruck polieren, um Wärmeentwicklung zu vermeiden.
– Vor dem Befestigen approximale Bereiche und grössere Flächen extraoral polieren.
1. Schritt:
Finieren/Glätten der Flächen (z.B. approximale Bereiche) mit dem Finisher F durchführen (Drehzahl max. 15'000U/min.,
Wasserkühlung). Mit diesem Polierer werden die Schleifrillen des ca. 60 µm Diamanten der CAD/CAM Schleifeinheit
geglättet.
2. Schritt:
Politur mit Polisher P durchführen (Drehzahl max. 15'000U/min., Wasserkühlung).
3. Schritt:
Hochglanzpolitur mit dem Hochglanzbürstchen und Diamantpolierpaste HP durchführen (Drehzahl max. 15'000U/min).
Einstellen der Okklusion/Artikulation mit Feindiamant
Finieren/Glätten der Flächen mit Finisher F (hellblau)
Politur mit Polisher P (dunkelblau)
Hochglanzpolitur mit dem Hochglanzbürstchen und Diamantpolierpaste HP
Fertig polierte IPS Empress CAD Restauration
23

IPS Empress CAD Inlays / Onlays – bemalt/glasiert
Für effizientes Glasieren und Bemalen von Inlays und Onlays eignet sich die 2-in-1 Technik. Bei dieser Technik wird der
Malfarben- und Glasurbrand in einem Schritt durchgeführt. Dabei können nicht so viele Farbanpassungen wie bei einem
separaten Malfarbenbrand vorgenommen werden, jedoch sind diese für die Grösse der Restauration völlig ausreichend.
Werden intensivere und grössere Farbanpassungen gewünscht, empfehlen wir einen separaten Malfarben- und
Charakterisierungsbrand (wie im nächsten Kapitel beschrieben).
Informationen zum CAD/CAM Verarbeitungsprozess entnehmen Sie bitte den entsprechenden Verarbeitungs-
anleitungen bzw. Handbüchern des jeweiligen CAD/CAM Systems. Bitte die Herstellerangaben unbedingt
beachten.
Ausarbeitung und Vorbereitung zum Malfarben- und Glanzbrand
Zur Ausarbeitung und Überarbeitung von Glaskeramiken sind die richtigen Schleifinstrumente
unerlässlich. Werden ungeeignete Schleifinstrumente verwendet, können unter anderem
Abplatzungen an den Rändern und lokale Überhitzungen entstehen. Folgende Vorgehens-
weise wird zur Ausarbeitung von IPS Empress CAD Restaurationen empfohlen:
– Nur mit geeigneten, feinkörnigen (Körnung <60 µm), keramisch gebundenen
Schleifkörpern oder Diamanten bei einer Drehzahl von bis zu 20,000 U/Min. und wenig
Anpressdruck ausarbeiten.
– Überhitzung der Glaskeramik vermeiden.
– Ansatzstelle verschleifen und auf Approximal-Kontakte achten.
Ansatzstelle verschleifen und auf approximale Kontakte achten
– Falls notwendig, individuelle Formanpassungen vornehmen.
Vor dem Malfarben- und Glanzbrand muss die Restauration schmutz-und fettfrei sein. Nach
der Reinigung jegliche Kontaminationen vermeiden. Folgende Vorgehensweise beachten:
– Vor dem Bemalen die Restauration mit Ultraschall im Wasserbad reinigen oder mit Al
2
O
3
mit
max. 0,5 bar Druck abstrahlen (Vorsicht: abrasiv) und unter fliessendem Wasser oder mit
dem Dampfstrahler reinigen.
– Einige Strahlgeräte benötigen eine andere Einstellung, um den erforderlichen Strahlprozess
durchzuführen.
Vor dem Bemalen die Restauration reinigen.
2-in-1 Technik – Malfarben- und Glanzbrand mit IPS Empress Universal
Nachdem die Restauration gereinigt wurde, erfolgt der Malfarben- und Glasurauftrag in 2 Schritten. Zuerst wird die
Glasurpaste aufgetragen und danach die Malfarben in die ungebrannte Glasurschicht appliziert.
Folgende Vorgehensweise beachten:
1. Schritt – Glasur Auftrag:
– IPS Empress Universal Glasurpaste aus der Spritze entnehmen und durchmischen.
– Mit etwas IPS Empress Universal Glasur- und Malfarbenfluid bis zu der gewünschten Konsistenz verdünnen. Nicht zu
stark verdünnen, da die Glasur sonst unkontrolliert verläuft.
– Glasur gleichmässig auf die komplette Aussenfläche der Restauration auftragen.
– Es darf keine Glasur an die Innenfläche der Restauration gelangen.
– Zu dicker Glasurauftrag und Pfützenbildung sind zu vermeiden.
– Zu dünner Glasurauftrag führt zu einem unbefriedigenden Glanz.
24

Glasur gleichmässig auf die komplette Aussenfläche der Restauration auftragen.
2. Schritt – Shade / Stains Auftrag:
– IPS Empress Universal Shade oder Stains aus der Spritze entnehmen und durchmischen.
– Mit etwas IPS Empress Universal Glasur- und Malfarbenfluid bis zu der gewünschten Konsistenz verdünnen.
– Angemischte Shades direkt in die ungebrannte Glasurschicht applizieren.
– Im zervikalen und okklusalen Bereich mit IPS Empress Universal Shade die entsprechende Dentinfarbe intensivieren.
– Zur Imitation der Schneide und der Transluzenz im inzisalen Drittel IPS Empress Universal Shade Incisal verwenden.
– Individuelle Effekte und Charakterisierungen auf Höckern und in Fissuren mit Stains durchführen. Diese erst auftragen,
wenn die Bemalung mit Shades abgeschlossen ist.
– Stains möglichst gezielt und dünn mit dem Pinsel in die ungebrannte Glasurschicht applizieren.
Angemischte Shades direkt in die ungebrannte Glasurschicht applizieren.Im zervikalen und
Individuelle Effekte und Charakterisierungen auf Höckern und in Fissuren mit Stains durch-
okklusalen Bereich Dentinfarbe intensivieren und zur Imitation der Schneide Shade Incisal
führen.
verwenden.
Nach dem Glasieren und Bemalen erfolgt der Glanz- und Malfarbenbrand in einem kompatiblen Keramikbrennofen (z.B.
Programat P300). Bei der Bestückung und der Brandführung bitte folgende Punkte beachten:
– Inlays, Onlays und Teilkronen mit Brennwatte unterstützen und auf dem Wabenträger positionieren.
– Veneers sowie Front- und Seitenzahnkronen auf Metallstifte setzen und auf dem Wabenträger positionieren.
– Als Alternative zum Brennwatte und zur besseren Fixierung der
Restaurationen auf den Metallstiften (speziell bei Veneers) kann auch
eine kleine Menge IPS Object Fix verwendet werden.
– Die auf dem Wabenträger liegenden, mit Brennwatte unterstützten
Restaurationen bekommen durch die tiefere Position in der Brennkammer
weniger Wärme ab. Um dennoch einen natürlichen Glanzgrad zu
erreichen, empfiehlt es sich, die Haltezeit von 1 Minute auf bis zu
2 Minuten zu verlängern.
– Es ist darauf zu achten, dass die Brennwatte regelmässig gewechselt wird,
um Kontaminationen zu vermeiden.
Den Wabenträger mit den Objekten bestücken und
das Brennprogramm starten.
25

Brennparameter Malfarben- und Glanzbrand (Brandführung beachten)
IPS Empress CAD mit IPS Empress Universal B S t T H V1 V2
Malfarben- und Glanzbrand 403°C 6' 100°C 790°C 1–2' – –
757°F 6' 180°F 1454°F 1–2' – –
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Min.
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
Fertige IPS Empress CAD Restauration bemalt und glasiert in einem Schritt
Optional
Nachträgliche Korrektur
Nach der Fertigstellung können weitere Korrekturen (z.B. Kontaktpunkte) notwendig sein. Hierfür steht
IPS Empress Add-On 770°C/1418°F zur Verfügung.
Verarbeitung:
– Die Restauration muss vor dem Korrigieren schmutz- und fettfrei sein. Hierzu die Restauration mit dem Dampfstrahler
gründlich reinigen.
– IPS Empress Add-On 770°C/1418°F mit IPS Empress Esthetic Veneer Modellierliquid zu einer modellierfähigen Konsistenz
anmischen. Darauf achten, dass eine gleichmässige Durchmischung der Korrekturmasse und Flüssigkeit erfolgt, so dass
ein optimales Brennergebnis erreicht wird.
– Angemischte Korrekturmasse mit einem Pinsel auf die fehlenden, gereinigten Bereiche auftragen und mit einem
saugfähigen Tuch leicht absaugen.
– Die fertig korrigierte Restauration auf dem Brenngutträger platzieren und im Keramikbrennofen brennen.
– Nach dem Brand die ergänzten Bereiche manuell auf Hochglanz polieren.
Brennparameter Korrekturbrand
IPS Empress CAD mit B S t T H V
1
V
2
IPS Empress Add-On 770°C/1418°F
Korrekturbrand 403°C 4' 60°C 770°C 2' 450°C 769°C
757°F 4' 108°F 1418°F 2' 842°F 1417°F
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
26

IPS Empress CAD Veneers / Kronen – bemalt/glasiert
Werden intensivere und grössere Farbanpassungen gewünscht, empfiehlt es sich, diese in mehreren Arbeitsschritten
durchzuführen. Um die Zahnfarbe noch leichter und sicherer reproduzieren zu können, besteht die Möglichkeit, mit
IPS Natural Die Material einen individuellen Farbstumpf herzustellen. Zuerst werden IPS Empress Universal Shade und Stains
aufgetragen und separat gebrannt. Das Farbergebnis kann nach dem Brand kontrolliert und eventuell noch zusätzlich durch
wiederholtes Auftragen intensiviert und auf die individuelle Patientensituation angepasst werden. Ist die Farbe und alle indi-
viduellen Charakterisierungen erstellt, wird abschliessend der Glasurbrand durchgeführt.
Informationen zum CAD/CAM Verarbeitungsprozess entnehmen Sie bitte den entsprechenden Verarbeitungs-
anleitungen bzw. Handbüchern des jeweiligen CAD/CAM Systems. Bitte die Herstellerangaben unbedingt
beachten.
Ausarbeitung
Zur Ausarbeitung und Überarbeitung von Glaskeramiken sind die richtigen Schleifinstrumente unerlässlich. Werden
ungeeignete Schleifinstrumente verwendet, können unter anderem Abplatzungen an den Rändern und lokale Über-
hitzungen entstehen.
Folgende Vorgehensweise wird zur Ausarbeitung von IPS Empress CAD Restaurationen empfohlen:
– Nur mit geeigneten, feinkörnigen (Körnung < 60 µm), keramisch gebundenen Schleifkörpern oder Diamanten bei einer
Drehzahl von bis zu 20,000 U/Min. und wenig Anpressdruck ausarbeiten.
– Restaurationsränder vorsichtig mit Gummi- und Silikonpolierern
(Drehzahl <10.000 U/Min.) bearbeiten
– Überhitzung der Glaskeramik vermeiden.
– Ansatzstelle verschleifen und auf Approximal-Kontakte achten.
– Falls notwendig, individuelle Formanpassungen vornehmen.
– Die Oberflächenstruktur ist ggf. etwas stärker zu erarbeiten, da diese
durch die Glasur abgeschwächt wird.
Individuelle Formanpassungen und
natürliche Oberflächestruktur erarbeiten.
Optional
Stumpfherstellung mit IPS Natural Die Material
Das lichthärtende IPS Natural Die Material simuliert die Farbe des präparierten Zahnes. Mit der ausgewählten Farbe wird
ein Kontrollstumpf hergestellt, der die optimale Basis für eine natürliche Farbwiedergabe der gegebenen Mundsituation
bietet.
– Innenflächen der Keramikrestauration mit IPS Natural Die Material Separator isolieren und kurz
einwirken lassen.
– Mit dem IPS Stopfer das farblich entsprechende IPS Natural Die Material in die Restauration bzw. auf die Innenflächen
applizieren und gut adaptieren so dass die ganze Innenfläche gefasst
und ausgefüllt ist.
– Kavität vollständig auffüllen und den IPS Stumpfdorn in das Material
einsetzen und Überschüsse an den Stumpfdorn adaptieren. Darauf
achten, dass das Stumpfmaterial gut an die Ränder der Restauration
adaptiert ist und kein Spalt vorhanden ist.
– IPS Natural Die Material Stumpf in einem handelsüblichen Lichtpoly-
merisationsgerät für 60 Sekunden aushärten.
– Nach der Polymerisation kann der Stumpf – falls notwendig – noch
Stumpf aus IPS Natural Die Material bietet die optimale Basis
bearbeitet und geglättet werden.
für natürliche Vollkeramik-Restaurationen.
27

Vorbereitung zur Bemalung
Vor dem Malfarben- und Charakterisierungsbrand muss die Restauration
schmutz- und fettfrei sein. Nach der Reinigung jegliche Kontaminationen
vermeiden.
Folgende Vorgehensweise beachten:
– Vor dem Bemalen die Restauration mit Ultraschall im Wasserbad reinigen
oder mit Al
2
O
3
mit max. 0,5 bar Druck abstrahlen (Vorsicht: abrasiv) und
unter fliessendem Wasser oder mit dem Dampfstrahler reinigen.
– Einige Strahlgeräte benötigen eine andere Einstellung, um den
Vor dem Bemalen die Restauration mit dem Dampfstrahler reinigen.
erforderlichen Strahlprozess durchzuführen.
Malfarben- und Charakterisierungsbrand mit IPS Empress Universal Shade und Stains
Nach dem die Restauration gereinigt wurde, erfolgt der Malfarben- und Charakterisierungsbrand. Folgende
Vorgehensweise beachten:
– IPS Empress Universal Shade und Stains aus der Spritze entnehmen und durchmischen.
– Mit etwas IPS Empress Universal Glasur- und Malfarbenfluid bis zu der gewünschten Konsistenz verdünnen.
– Für eine bessere Benetzung der Malfarben kann die Oberfläche leicht mit IPS Empress Universal Glasur- und
Malfarbenfluid einmassiert werden.
– Angemischte Shades direkt auf die Oberfläche auftragen.
– Im zervikalen und mittleren Kronendrittel mit IPS Empress Universal Shade die entsprechende Dentinfarbe intensivieren.
– Dicker und zu flüssiger Malfarbenauftrag ist zu vermeiden.
– Sind intensivere Farben gewünscht, erreicht man diese durch wiederholtes Bemalen und Brennen und nicht durch
dickeren Farbauftrag.
– Zur Imitation der Schneide und der Transluzenz im inzisalen Drittel IPS Empress Universal Shade Incisal verwenden.
– Individuelle Effekte und Charakterisierungen mit Stains gestalten.
– Stains möglichst gezielt und dünn mit dem Pinsel applizieren.
Der Dentinkörper wird mit den IPS Empress Universal Shade intensiviert.
Der Schneidebereich wird mit den IPS Empress Universal Shade Incisal imitiert.
Individuelle Effekte und Charakterisierungen mit IPS Empress Universal Stains gestalten.
28

Nach dem Bemalen, erfolgt der Malfarben- und Charakterisierungsbrand in einem kompatiblen Keramikbrennofen
(z.B. Programat P300). Bei der Bestückung und der Brandführung bitte folgende Punkte beachten:
– Inlays, Onlays und Teilkronen mit Brennwatte unterstützen und auf dem
Wabenträger positionieren.
– Veneers sowie Front- und Seitenzahnkronen auf Metallstifte setzen und
auf dem Wabenträger positionieren.
– Als Alternative zur Brennwatte und zur besseren Fixierung der
Restaurationen auf den Metallstiften (speziell bei Veneers) kann auch
eine kleine Menge IPS Object Fix verwendet werden.
Den Wabenträger mit den Objekten bestücken und
das Brennprogramm starten.
Brennparameter Malfarben- und Charakterisierungsbrand (Brandführung beachten)
IPS Empress CAD mit IPS Empress Universal B S t T H V1 V2
Malfarben- und Charakterisierungsbrand 403°C 6' 100°C 790°C 1' – –
757°F 6' 180°F 1454°F 1' – –
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
Optional
Farbkontrolle
Um die Zahnfarbe nach dem ersten Malfarben- und Charakterisierungs-
brand zu kontrollieren, wie folgt vorgehen:
– Restaurationsinnenseite mit IPS Empress Universal Glasur- und Malfarben-
fluid bepinseln.
– Die Restauration auf den individuellen Farbstumpf aufsetzen,
Oberfläche benetzen und die Zahnfarbe sowie die Effekte kontrollieren.
– Falls Korrekturen notwendig sind, diese durchführen und nochmals mit
dem selben Brennprogramm brennen.
Farbkontrolle.Wenn notwendig,kann durch zusätzliches Bemalen die
Farbintensität gesteigert werden.
29

Glasurbrand mit IPS Empress Universal Glasur
Sind die Farbe und alle individuellen Charakterisierungen erstellt, wird abschliessend der Glanzbrand durchgeführt.
Folgende Vorgehensweise beachten:
– IPS Empress Universal Glasurpaste aus der Spritze entnehmen und durchmischen.
– Mit etwas IPS Empress Universal Glasur- und Malfarbenfluid bis zur
gewünschten Konsistenz verdünnen. Nicht zu stark verdünnen, da die
Glasur sonst unkontrolliert verläuft.
– Glasur gleichmässig auf die komplette Aussenflächen der Restauration
auftragen.
– Es darf keine Glasur an die Innenfläche der Restauration gelangen.
– Zu dicker Glasurauftrag und Pfützenbildung sind zu vermeiden.
– Zu dünner Glasurauftrag führt zu einem unbefriedigenden Glanz.
– Positionierung der Objekte auf dem Wabenträger erfolgt gleich wie
beim vorherigen Brand.
Die Glasurmasse gleichmässig auf die komplette Aussenflächen der
Restauration auftragen.
– Nach dem Bemalen erfolgt der Glanzrbrand in einem kompatiblen
Keramikbrennofen (z.B. Programat P300).
– Ist der Glanz nach dem ersten Glanzbrand zu gering, können weitere
Glanzbrände mit den gleichen Brennparametern durchgeführt werden.
Den Wabenträger mit den Objekten bestücken und
das Brennprogramm starten.
Brennparameter Glanzbrand (Brandführung beachten)
IPS Empress CAD mit IPS Empress Universal B S t T H V1 V2
Glanzbrand 403°C 6' 100°C 790°C 1–2' – –
757°F 6' 180°F 1454°F 1–2' – –
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
Fertige bemalte und glasierte IPS Empress CAD Krone und Veneer
30

Optional
Nachträgliche Korrektur
Nach der Fertigstellung können weitere Korrekturen (z.B. Kontaktpunkte) notwendig sein. Hierfür steht
IPS Empress Add-On 770°C/1418°F zur Verfügung.
Verarbeitung:
– Die Restauration muss vor dem Korrigieren schmutz- und fettfrei sein. Hierzu die Restauration mit dem Dampfstrahler
gründlich reinigen.
– IPS Empress Add-On 770°C/1418°F mit IPS Empress Esthetic Veneer Modellierliquid zu einer modellierfähigen Konsistenz
anmischen. Darauf achten, dass eine gleichmässige Durchmischung der Korrekturmasse und Flüssigkeit erfolgt, so dass
ein optimales Brennergebnis erreicht wird.
– Angemischte Korrekturmasse mit einem Pinsel auf die fehlenden, gereinigten Bereiche auftragen und mit einem
saugfähigen Tuch leicht absaugen.
– Die fertig korrigierte Restauration auf dem Brenngutträger platzieren und im Keramikbrennofen brennen.
– Nach dem Brand die ergänzten Bereiche manuell auf Hochglanz polieren.
Brennparameter Korrekturbrand
IPS Empress CAD mit B S t T H V1 V2
IPS Empress Add-On 770°C/1418°F
Korrekturbrand 403°C 4' 60°C 770°C 2' 450°C 769°C
757°F 4' 108°F 1418°F 2' 842°F 1417°F
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
31

IPS Empress CAD Veneers / Frontzahnkronen – Cut-Back und geschichtet
Um Restaurationen im inzisalen Bereich zu individualisieren, so dass sie dem natürlichen Vorbild entsprechen, wird die
IPS Empress CAD Restauration zusätzlich mit opaleszierenden IPS Empress Esthetic Veneer Keramikmassen verblendet.
Die Cut-Back Technik ist sehr effizient, wenn die vollanatomische Frontzahnkrone oder das Veneer zuerst der definitiven
Endform entsprechend gestaltet wird. Danach wird das inzisale Drittel reduziert und anschliessend individuell ästhetisch
verblendet.
Veneer
Frontzahnkrone
Schichtstärke =
ca. 0.5–1.0 mm
Schichtstärke =
ca. 0.5–1.0 mm
0.5 mm
0.5 mm
Mindeststärke der
Begrenzter Schichtungsbereich:
Mindeststärke der
Begrenzter Schichtungsbereich:
Restauration nach
Restauration nach
labiales, inzisales Drittel
labiales, inzisales Drittel
der entsprechenden
der entsprechenden
Reduktion
Reduktion
= 0,5 mm
= 0,5 mm
0.5 mm
0.5 mm
Vollanatomisch geschliffenes Veneer und Frontzahnkrone,welche im Inzisalbereich entsprechend reduziert werden.
Informationen zum CAD/CAM Verarbeitungsprozess entnehmen Sie bitte den entsprechenden Verarbeitungs-
anleitungen bzw. Handbüchern des jeweiligen CAD/CAM Systems. Bitte die Herstellerangaben unbedingt
beachten.
32

Anwendung der IPS Empress Esthetic Veneer Massen
IPS Empress Esthetic Veneer Wash Pasten
Durch den 2 :1 Effekt der Wash Pasten d.h. Verbund und Charakterisierung in einem Schritt ist die Herstellung hoch
ästhetischer Restaurationen äusserst effizient möglich.
Die Wash Paste neutral bildet den direkten Verbund zur reduzierten Restaurationen und wird immer zuerst auf die
Restauration aufgetragen; sie ermöglicht so einen homogenen Verbund.
Anschliessend werden mit den 5 Standard Wash-Pasten die reduzierten Restaurationen individuell charakterisiert. Ideale
Farbabstufungen ermöglichen individuelle Charakterisierungen auf höchstem Niveau. Mit den 5 Wash-Paste Modifiers bzw.
mit neutral können die 5 Standard Wash-Pasten individuell eingefärbt werden.
neutral low value high value MM
MM
MM
Modifier
Modifier
Modifier
Modifier
Modifier
light-salmon
yellow-
reddish-
copper
orange
sky blue
basic yellow
basic red
orange
orange
6 Standard Wash Pastes für die individuelle, interne Charakterisierung
5 Wash Pastes ermöglichen die individuelle Einfärbung der
Standard Wash-Pasten
IPS Empress Esthetic Veneer Incisal Opal
Die opaleszierenden Massen werden in drei unterschiedlichen Abstufungen (low, medium und high
translucent) angeboten. Sie besitzen eine schneideähnliche Fluoreszenz und natürliche Opaleszenz. Hohe
Standfestigkeit und ausgezeichnete Modellierbarkeit ermöglichen detailgetreues Schichten natürlicher
Schneidekanten. Der Opaleffekt weist eine hohe Brennstabilität auf.
IPS Empress Esthetic Veneer Transpa
Mit den Transpa-Massen in 2 Farbnuancen werden farblich transparente Bereiche – speziell im inzisalen
Drittel – naturgetreu nachgebildet.
IPS Empress Esthetic Veneer Incisal
Die Incisal Massen stehen in 6 Farbnuancen zur Verfügung und dienen der zusätz-lichen
Charakterisierung im Schneidebereich.
IPS Empress Esthetic Veneer Chroma Modifier
Unterstützt die Farbsteigerungen der reduzierten Restauration und ist den Farben 110/A1 und 210/A3
erhältlich.
IPS Empress Esthetic Veneer Brightener
Für die Steigerung des Helligkeitswert.
IPS Empress Esthetic Veneer Modellierliquid
Das Modellierliquid dient zum Anmischen der IPS Empress Esthetic Veneer Materialien und der IPS
Empress Add-On Korrekturmasse. Da Modellierliquids verschiedene organische Zusatzstoffe enthalten,
die bei den Brenntemperaturen nicht rückstandslos verbrennen und Verfärbungen hervorrufen können,
darf nur das IPS Empress Esthetic Veneer Modellierliquid verwendet werden.
33

Cut-Back Technik
Bevor das Cut-Back durchgeführt wird, müssen folgende Punkte erarbeitet werden:
– Nur mit geeigneten, feinkörnigen (Körnung < 60 µm), keramisch gebundenen Schleifkörpern oder Diamanten bei einer
Drehzahl von bis zu 20,000 U/Min. und wenig Anpressdruck ausarbeiten.
– Restaurationsränder vorsichtig mit Gummi- und Silikonpolierern (Drehzahl < 10,000 U/Min.) bearbeiten
– Werden ungeeignete Schleifinstrumente verwendet, können unter anderem Abplatzungen an den Rändern und lokale
Überhitzungen entstehen.
– Ansatzstelle zum Halter verschleifen und auf Approximalkontakte achten.
– Das Veneer oder die Frontzahnkrone sollte vor dem Cut-Back der definitiven Zahnform entsprechen.
– Die inzisale Länge exakt definieren und dabei Abrasionsflächen beachten.
– Als Referenz für das Cut-Back hilft ein Silikonschlüssel, der von palatinal geformt ist.
– Der Silikonschlüssel soll die Schneidekanten leicht fassen.
Das Veneer oder die Frontzahnkrone sollte vor dem Cut-Back der definitiven Zahnform
Silikonschlüssel von palatinal formen
entsprechen.
Informationen zum Herstellung des Farbstumpfes
mit IPS Natural Die Material entnehmen sie bitte
Seite 27.
Stumpf aus IPS Natural Die Material bietet die optimale Basis zur Farbreproduktion.
34

Das Cut Back wird in 3 Schritten durchgeführt. Nur so wird eine gezielte und vor allem kontrollierte Reduktion ermöglicht.
Folgende Vorgehensweise unbedingt beachten:
– Cut Back nur mit geeigneten Schleifkörpern (z.B. keramisch gebundene Schleifkörper und Diamanten), niedriger
Drehzahl durchführen.
– Zu starker Anpressdruck und Überhitzung beim Schleifen sind zu vermeiden.
– Mindeststärke von 0,5 mm der reduzierten IPS Empress CAD Restauration nicht unterschreiten.
– 1. Schritt: Approximales Cut-Back – mesiale und distale Leiste werden eingezogen.
– 2. Schritt: Labiales/inzisales Cut-Back – Volumen und Länge werden auslaufend reduziert
– 3. Schritt: Mamelon Cut-Back – natürliche Mamelons mit geringem Anpressdruck mit abrasiven Silikonrädern erarbeiten.
– Auf extreme und mit Unterschnitten versehene Mamelonstruktur verzichten.
Zu starker Anpressdruck und Überhitzung beim Cut-Back sind zu vermeiden. 1. Schritt:Approximales Cut-Back – mesiale und distale Leiste werden eingezogen.
2. Schritt:Labiales/inzisales Cut-Back – Volumen und Länge werden auslaufend reduziert.
3. Schritt:Mamelon Cut-Back – natürliche Mamelons mit abrasiven Silikonrädern erarbeiten.
Auf extreme und mit Unterschnitten versehene Mamelonstruktur verzichten.
Fertiges Cut-Back des inzisalen Drittels.
35

Vorbereiten zur Verblendung
Vor dem Verblenden muss die Restauration schmutz- und fettfrei sein. Nach der Reinigung jegliche Kontaminationen ver-
meiden. Folgende Vorgehensweise beachten:
– Vor dem Verblenden die Restauration mit Al
2
O
3
mit 0,5 bar Druck (Vorsicht: abrasiv!) abstrahlen und mit Ultraschall im
Wasserbad oder mit dem Dampfstrahler reinigen.
– Einige Strahlgeräte benötigen eine andere Einstellung, um den erforderlichen Strahlprozess durchzuführen.
Restauration mit Al
2
O
3
mit 0,5 bar Druck abstrahlen (Vorsicht: abrasiv!). Mit Ultraschall im Wasserbad oder mit dem Dampfstrahler reinigen
Verblendung von IPS Empress CAD mit IPS Empress Esthetic Veneer
Die Verblendung und Fertigstellung der IPS Empress CAD Restauration erfolgt in 3 Schritten:
1. Schritt: IPS Empress Esthetic Veneer Wash Paste für ausgezeichneten Verbund und interne Farbgebung
2. Schritt: IPS Empress Esthetic Veneer für individuelle Ästhetik im inzisalen Drittel
3. Schritt: IPS Empress Universal Shade/Stains und Glasur für abschliessende Bemalung und Glanz
Wash Brand mit IPS Empress Esthetic Veneer Wash Pastes
Der Wash Brand ermöglicht einen ausgezeichneten Verbund zur reduzierten IPS Empress CAD Restauration. Bitte wie folgt
vorgehen:
– IPS Empress Ethetic Veneer Wash Paste neutral aus der Spritze entnehmen und bei Bedarf mit wenig IPS Empress
Universal Glasur- und Malfarbenfluid verdünnen.
– IPS Empress Ethetic Veneer Wash Paste neutral dünn und vollständig auf die zu beschichtende Fläche auftragen, um
einen optimalen Verbund zu ermöglichen.
– Je nach Patientenanforderung Mamelons gestalten.
– Interne Effekte mit Modifier (pur oder verdünnt) anbringen.
– Die Mamelons und interne Effekte werden auf die ungebrannte Wash Paste neutral aufgetragen.
– Hinweis: Die Farbintensität ändert sich während des Brandes nicht merklich.
– Veneers und Frontzahnkronen mittels Metallstiften auf dem Wabenträger platzieren. Veneers zusätzlich mit einer kleinen
Menge IPS Object Fix abstützen
IPS Empress Esthetic Veneer Wash Paste neutral dünn auf die zu beschichtende Fläche
Mamelon und interne Effekte auftragen
auftragen,um einen optimalen Verbund zu ermöglichen
36

Restaurationen auf dem Wabenträger positionieren und brennen.
Brennparameter Washbrand (Brandführung beachten)
IPS Empress CAD mit B S t T H V1 V2
IPS Empress Esthetic Veneer
Washbrand 403°C 4' 60°C 840°C 2' 450°C 839°C
757°F 4' 108°F 1544°F 2' 842°F 1543°F
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
1. Incisal-/Transpa-Brand mit IPS Empress Esthetic Veneer
Der Aufbau des inzisalen Drittels wird analog dem Silikonschlüssel durchgeführt. Die passenden Schichtmassen sind der
Kombinationstabelle auf Seite 44 zu entnehmen. Danach bitte wie folgt vorgehen:
– IPS Empress Esthetic Veneer Keramikmassen mit dem IPS Empress Esthetic Veneer Modellierliquid anmischen.
– Die angemischte Masse sollte eine gute Standfestigkeit aufweisen, ansonsten wurde zu viel oder zu wenig Liquid
beigegeben.
– Mit einem Keramikpinsel die Massen analog der Reduktion aufschichten.
– Wird ein lebendiges inzisales Drittel gewünscht, können verschiedene Massen kombiniert aufgeschichtet werden.
– Nachdem die Zahnform komplettiert wurde, die Keramik kurz trocknen.
– Veneers und Frontzahnkronen mittels Metallstiften auf dem Wabenträger platzieren. Veneers zusätzlich mit
einer kleinen Menge IPS Object Fix abstützen.
Massen analog der Reduktion aufschichten
Für ein lebendiges inzisales Drittel verschiedene Massen kombiniert aufschichten.
Brennparameter 1. Incisal-/Transpa-Brand (Brandführung beachten)
IPS Empress CAD mit B S t T H V1 V2
IPS Empress Esthetic Veneer
1. Incisal-/Transpa-Brand 403°C 4' 60°C 830°C 2' 450°C 829°C
757°F 4' 108°F 1526°F 2' 842°F 1525°F
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
37

2. Incisal-/Transpa-Brand (Korrekturbrand) mit IPS Empress Esthetic Veneer
Nach dem Brennen die Restauration vorsichtig auf das Modell setzen und mit Diamanten überarbeiten. Beim 2. Brand wie
folgt vorgehen:
– Überarbeitete Restauration mit Ultraschall im Wasserbad oder mit dem Dampfstrahler reinigen und vollständig trocknen.
– Bereits angemischte Keramikmassen können mit destilliertem Wasser befeuchtet, oder IPS Empress Esthetic Veneer
Massen mit dem Modellierliquid angemischt werden.
– Fehlenden Bereiche komplettieren, hierbei auf die Zahnform achten.
– Nach dem die Zahnform komplettiert wurde, die Keramik kurz trocknen.
– Veneers und Frontzahnkronen mittels Metallstiften auf dem Wabenträger platzieren. Veneers zusätzlich mit einer kleinen
Menge IPS Object Fix abstützen.
Zahnform mit dem 2. Brand komplettieren und analog den Brennparametern brennen.
Brennparameter 2. Incisal-/Transpa-Brand (Brandführung beachten)
IPS Empress CAD mit B S t T H V
1
V
2
IPS Empress Esthetic Veneer
2. Incisal-/Transpa-Brand 403°C 4' 60°C 830°C 2' 450°C 829°C
757°F 4' 108°F 1526°F 2' 842°F 1525°F
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
Ausarbeitung und Vorbereitung zum Malfarben- und Glanzbrand
Die Restauration ist vor dem Malfarben- und Glanzbrand wie folgt zu überarbeiten:
– Überarbeiten der Restauration mit Diamanten und eine natürliche Form und Oberfläche – wie Wachstumsrillen und
konvexe/konkave Stellen – erarbeiten.
– Oberflächenstruktur etwas stärker anbringen, da diese durch die Glasur abgeschwächt wird.
– Bereiche, die nicht mit Schichtkeramik überdeckt sind, müssen mit Silikonrädern geglättet und vorpoliert werden, um
nach dem Glanzbrand einen einheitlichen Glanzgrad auf der Oberfläche zu erhalten.
Ausarbeitung mit Diamanten durchführen und natürliche Form und Oberfläche erarbeiten.
38

Malfarben- und Glanzbrand mit IPS Empress Universal
Der Malfarben- und Glanzbrand wird mit IPS Empress Universal Shade, Stains und Glasur durchgeführt. Dieser kann je
nach Situation miteinander oder separat nacheinander durchgeführt werden (siehe dazu Seite 26–28). Vor dem Malfarben-
und Glanzbrand muss die Restauration schmutz- und fettfrei sein. Nach der Reinigung jegliche Kontaminationen ver-
meiden. Folgende Vorgehensweise beachten:
– Vor dem Bemalen und Glasieren die Restauration mit Ultraschall im Wasserbad oder mit dem Dampfstrahler reinigen.
– Zur Farbkontrolle die Restaurationsinnenseite mit IPS Empress Universal Glasur- und Malfarbenfluid benetzen, auf den
Farbstumpf aufsetzen und Farbe sowie Effekte kontrollieren.
– IPS Empress Universal Glasurpaste aus der Spritze entnehmen und durchmischen.
– Mit etwas IPS Empress Universal Glasur- und Malfarbenfluid bis zu der gewünschten Konsistenz verdünnen. Nicht zu
stark verdünnen, da die Glasur sonst unkontrolliert verläuft.
– Die Glasur an den Bereichen, die nicht mit Schichtkeramik überdeckt sind, etwas dicker auftragen. So wird ein ein-
heitlicher Glanzgrad eingestellt.
– Es darf keine Glasur an die Innenfläche der Restauration gelangen.
– Zu dünner Glasurauftrag und Pfützenbildung sind zu vermeiden.
– Zur Intensivierung der Dentinfarbe im zervikalen und mittleren Kronendrittel entsprechende Shade anmischen und direkt
in die ungebrannte Glasurschicht applizieren.
– Veneers und Frontzahnkronen mittels Metallstiften auf dem Wabenträger platzieren. Veneers zusätzlich mit einer kleinen
Menge IPS Object Fix abstützen.
Optional
– Bei guter Vorpolitur (seidenmatter Glanz) im zervikalen Bereich (nicht mit Schichtkeramik bedeckt), kann die Glasur nur
auf diese Stellen aufgetragen werden. Die Schichtkeramik wird mit einem natürlichen Glanz ohne Glasur versehen.
– Wenn der zervikale Bereich einer intensiveren Farbe bedarf, empfiehlt es sich, einen separaten Malfarbenbrand
durchzuführen.
Mit Ultraschall im Wasserbad oder mit dem Dampfstrahler reinigen. Die Glasurmasse gleichmässig auf die komplette Aussenflächen der Restauration auftragen.
Angemischte Shades direkt in die ungebrannte Glasurschicht applizieren. Fertig beschichtete IPS Empress CAD Krone und Veneer hergestellt mit der Cut-Back Technik.
Brennparameter Malfarben- und Glanzbrand (Brandführung beachten)
IPS Empress CAD mit IPS Empress Universal B S t T H V1 V2
Zahnform mit dem 2. Brand komplettieren und analog den Brennparametern brennen.
Malfarben- und Glanzbrand 403°C 6' 100°C 790°C 1–2' 450°C 789°C
757°F 6' 180°F 1454°F 1–2' 842°F 1453°F
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
39

Optional
Nachträgliche Korrektur
Nach der Fertigstellung und der Einprobe am Patienten können weitere Korrekturen (z.B. Kontaktpunkte)
notwendig sein. Hierfür steht IPS Empress Add-On 770°C/1418°F zur Verfügung.
Verarbeitung
– Die Restauration muss vor dem Korrigieren schmutz- und fettfrei sein. Hierzu die Restauration mit dem Dampfstrahler
gründlich reinigen.
– IPS Empress Add-On 770°C/1418°F mit IPS Empress Esthetic Veneer Modellierliquid zu einer modellierfähigen Konsistenz
anmischen. Darauf achten, dass eine gleichmässige Durchmischung der Korrekturmasse und Flüssigkeit erfolgt, so dass
ein optimales Brennergebnis erreicht wird.
– Angemischte Korrekturmasse mit einem Pinsel auf die fehlenden, gereinigten Bereiche auftragen und mit einem
saugfähigen Tuch leicht absaugen.
– Die fertig korrigierte Restauration auf dem Brenngutträger platzieren und im Keramikbrennofen brennen.
– Nach dem Brand die ergänzten Bereiche manuell auf Hochglanz polieren.
Brennparameter Korrekturbrand
IPS Empress CAD mit B S t T H V1 V2
IPS Empress Add-On 770°C/1418°F
Korrekturbrand 403°C 4' 60°C 770°C 2' 450°C 769°C
757°F 4' 108°F 1418°F 2' 842°F 1417°F
B = Bereitschaftstemperatur °C / °F
T = Brenntemperatur °C / °F
V
1
= Vakuum Start von Temperatur °C / °F
S = Schliesszeit/Minuten
H = Haltezeit/Minuten
V
2
= Vakuum Ende bis Temperatur °C / °F
t
= Aufheizrate °C/Min. / °F/Min.
IPS Empress CAD Cut-Back und geschichtet – die ideale Kombination für hochästhetische CAD/CAM-gefertigte Restaurationen
40